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Niedersachsen bleiben im Bundesvergleich Fertighaus-Muffel

Bad Honnef  

Niedersachsen bleiben im Bundesvergleich Fertighaus-Muffel

23.08.2020, 11:04 Uhr | dpa

Niedersachsen bleiben im Bundesvergleich Fertighaus-Muffel. Ein Kran hebt bei der Errichtung eines Fertighauses eine Wand

Ein Kran hebt bei der Errichtung eines Fertighauses eine Wand. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Bauherren in Niedersachsen entscheiden sich relativ selten für ein Fertighaus. Das zeigen amtliche Daten, die der Bundesverband Deutscher Fertigbau in Bad Honnef bekanntgab. Demnach lag der Anteil der Genehmigungen für die Fertigbau-Variante an allen Ein- und Zweifamilienhäusern im Land in der ersten Jahreshälfte 2020 bei gerade einmal 9,0 Prozent.

Es gab damit zwar einen leichten Zuwachs im Vergleich zur Fertighaus-Quote unter den entsprechenden Genehmigungen im Gesamtjahr 2019 (8,1 Prozent). Doch mit Blick auf andere Regionen erwiesen sich die Niedersachsen weiterhin als Fertighaus-Muffel. So belegte das Land von Januar bis Juni dieses Jahres beim Fertigbauanteil den bundesweit drittletzten Rang. Nur die Stadtstaaten Hamburg (8,1 Prozent) und Bremen (4,5) hatten geringere Werte - und der Bundesschnitt war mit 22,1 Prozent mehr als doppelt so hoch.

Die im Verhältnis meisten Ein- und Zweifamilienhäuser mit vorgefertigten Komponenten wurden für Baden-Württemberg (38,5 Prozent) gemeldet. Hessen lag auf Platz zwei, dort entfiel fast ein Drittel aller Baugenehmigungen (31,9 Prozent) auf solche Häuser. Absolut gesehen entschieden sich Bauherren in Niedersachsen im ersten Halbjahr in 642 von insgesamt 7157 Fällen für ein Fertiggebäude.

Der Branchenverband zeigte sich unterm Strich zufrieden mit dem Trend: "Die Neubautätigkeit bei Ein- und Zweifamilienhäusern entwickelte sich trotz Corona und hoher Vorjahreswerte weiter positiv. Besonders gut schnitt dabei die Fertighausbranche ab."

Bei der Gesamtzahl der Baugenehmigungen für Wohngebäude kam es in Niedersachsen zuletzt zu einem deutlichen Plus. Wie die landeseigene Investitions- und Förderbank (NBank) kürzlich unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Landesamtes mitteilte, gab es bis Ende Juni 10,1 Prozent mehr Zustimmungen der Behörden als im Vorjahreszeitraum. Die konjunkturelle Corona-Eintrübung macht sich in der Bauwirtschaft bisher nicht so stark bemerkbar wie in vielen anderen Branchen.

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