Sie sind hier: Home > Regional > Hannover >

Althusmann: Tourismus kann Corona-Krise für Neuerung nutzen

Hannover  

Althusmann: Tourismus kann Corona-Krise für Neuerung nutzen

23.09.2020, 18:05 Uhr | dpa

Althusmann: Tourismus kann Corona-Krise für Neuerung nutzen. Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister von Niedersachsen

Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister von Niedersachsen. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Niedersachsens Tourismusbranche muss aus Sicht von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann bundesweit deutlicher sichtbar werden, um im Wettbewerb mit anderen Regionen nicht den Anschluss zu verlieren. Es sei wichtig, das Land mit Reisezielen wie der Heide, dem Harz oder der Nordseeküste als eine eigene Marke darzustellen, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch bei einem Treffen mit Branchenvertretern in Hannover. Die Corona-Krise, die Tausende Betriebe mit drastischen Umsatzeinbußen trifft, könne auch als Chance gesehen werden, um mit nachhaltigen und digitalen Angeboten aus der schwierigen Zeit zu kommen. Deshalb seien neue Konzepte nötig.

In der Pandemie wichen viele Urlauber im Sommer auf eine Reise innerhalb Deutschlands aus. Derzeit sei Niedersachsen laut den Übernachtungszahlen auf Platz vier als Urlaubsregion unter den Bundesländern, sagte Althusmann. Das könne sich noch bessern.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutsche Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Niedersachsen, Rainer Balke, sagte, die staatliche Unterstützung für die Unternehmen sei wichtig. Aber weder die Hilfe noch die bisherigen Urlauberzahlen reichten aus, um die Einbrüche der vergangenen Monate auszugleichen. "Wir versuchen seitens des Landes mit dem Tourismus-Marketing und den Beteiligten des Tourismus, uns sehr genau damit auseinanderzusetzen, welche Strategie wir brauchen, um gestärkt aus der Krise zu gehen", erklärte Althusmann.

Susanne Gerstner, Geschäftsführerin beim BUND in Niedersachsen, hält die teils großen Preisunterschiede zwischen manchen Pauschalreisen ins Ausland und einem Urlaub in Deutschland für problematisch. Es könne nicht sein, dass ein Heimaturlaub teurer ist als ein Kurztrip nach Mallorca. Solche Angebote dürften nicht in ein Konkurrenzverhältnis treten.

Althusmann räumte auch Fehler ein. Bis zu der Unterstützung aufgrund der Viruskrise habe man die Gaststätten nicht wirklich gefördert. Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land, sah dies ähnlich: "Die Betriebe sind der Ast, auf dem wir sitzen. Es hat auch vor Corona eine Strukturschwäche gegeben. Viele Betriebe haben lange nicht mehr investiert."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal