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Land: Koordinierungsstelle für Rückholung der Asse-Fässer

Hannover  

Land: Koordinierungsstelle für Rückholung der Asse-Fässer

11.01.2021, 16:29 Uhr | dpa

Land: Koordinierungsstelle für Rückholung der Asse-Fässer. Olaf Lies

Olaf Lies (SPD), Umweltminister von Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Das Land schafft eine Koordinierungsstelle zur Vorbereitung einer Rückholung der rund 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dem maroden Bergwerk Asse. Das hat die Landesregierung am Montag beschlossen. Als Gesamtkoordinator soll der Leiter der Atomaufsicht und des Strahlenschutzes im niedersächsischen Umweltministerium die neue Koordinierungsstelle leiten. Aktuell ist dies Andreas Sikorski.

Bis 1978 wurde unter dem Deckmantel der Forschung Atommüll in dem Bergwerk im Kreis Wolfenbüttel entsorgt. Erst 2008 erfuhr das Umweltministerium offiziell vom Eindringen von Wasser in die Schachtanlage bei Remlingen und der Gefahr einer radioaktiven Belastung der Umgebung. Das führte zum Plan, die Fässer nach vielen Jahrzehnten wieder an die Erdoberfläche zu holen. Inwiefern dies technisch am Ende machbar sein wird, muss sich noch zeigen.

"Mit dem Gesamtkoordinator und der neuen Geschäftsstelle schaffen wir eine starke und effiziente Organisationseinheit, um die Rückholung der Fässer mit Hochdruck voranzutreiben", sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD). "Hier sollen alle Fäden dieses hochkomplexen Genehmigungsverfahrens zusammenlaufen. Planung, Umsetzung und Kommunikation werden an zentraler wie auch an öffentlicher Stelle vereint."

Die Rückholung des Atommülls aus der ehemaligen Schachtanlage sei alternativlos, betonte der Minister. Deswegen habe das Vorhaben für ihn höchste Priorität. Die Rückholung soll voraussichtlich 2033 starten. Sie darf nur abgebrochen werden, wenn sie für die Bevölkerung und die Beschäftigten aus Sicherheitsgründen nicht vertretbar ist. Gegenwärtig wird bis zum Beginn der Rückholung mit Kosten von rund 3,35 Milliarden Euro gerechnet, die Kosten trägt der Bund. Mit der endgültigen Schließung der Schachtanlage wird frühestens 2050 gerechnet.

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