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Tödliche Schlägerei: 24-Jähriger gibt Tritt vor Gericht zu

Hannover  

Tödliche Schlägerei: 24-Jähriger gibt Tritt vor Gericht zu

03.03.2021, 02:44 Uhr | dpa

Tödliche Schlägerei: 24-Jähriger gibt Tritt vor Gericht zu. Landgericht Hannover

Eine Frau betritt das Landgericht. Foto: picture alliance / Holger Hollemann/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem Tod eines 48-Jährigen nach einer Schlägerei in Hannover hat einer der beiden Angeklagten gestanden, den Mann getreten zu haben. Er habe eine 13-Jährige beschützen wollen, die vor dem Mann zu Boden gegangen sei, sagte der 24 Jahre alte Angeklagte am Mittwoch zum Prozessauftakt am Landgericht Hannover. Der mitangeklagte 19-Jährige wollte sich nach Angaben seines Anwalts "vorerst" nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft wirft dem älteren der beiden Männer Körperverletzung mit Todesfolge und dem jüngeren versuchten Totschlag vor (Az.: 34 KLs 19/20). Das Opfer starb einen Tag später an seinen Kopfverletzungen.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung im vergangenen September vor einem Café in Hannover soll der 24-jährige Deutsch-Marokkaner so heftig gegen den Oberschenkel des späteren Opfers getreten haben, dass der Mann zu Boden ging und mit dem Kopf auf die Pflastersteine aufschlug, wie die Staatsanwältin sagte. Der 19-jährige Deutsche soll gegen den Kopf des bereits am Boden liegenden Opfers getreten haben, dabei soll er dessen Tod billigend in Kauf genommen haben. Bei dem jungen Mann geht die Anklagebehörde von verminderter Schuldfähigkeit aus, die Rede ist von einer Störung der Impulskontrolle. Noch in der Nacht hatte sich der 19-Jährige gestellt.

Der 24-Jährige sagte aus, an dem Abend habe er "gut was getrunken". Der 48-Jährige sei ihm aufgefallen, weil er einen dunkelhäutigen Mann aufgehalten habe. Die 13-Jährige sei den beiden gefolgt und habe ihn gerufen. Als er dazugekommen sei, habe sie auf dem Boden gelegen. Weil der Mann ihm körperlich überlegen gewesen sei und aggressiv ausgesehen habe, habe er ihm gegen die Hüfte getreten, um Abstand zu schaffen. Dann verließ er den Ort mit der 13-Jährigen nach eigenen Angaben, der 19-Jährige folgte und forderte sie auf, zu laufen, er habe dem Mann gegen den Brustkorb getreten.

Etwa eine halbe Stunde später sei er zurückgekommen, weil er ein "schlechtes Gefühl" hatte, sagte der 24-Jährige. Gefunden habe er Absperrband. Er betonte, ihm tue leid, was passiert sei: "Ich hätte nie gedacht, dass jemand stirbt."

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