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Verdi: Kompromiss sichert 200 Stellen bei Tuifly zusätzlich

Hannover  

Verdi: Kompromiss sichert 200 Stellen bei Tuifly zusätzlich

06.03.2021, 15:06 Uhr | dpa

Verdi: Kompromiss sichert 200 Stellen bei Tuifly zusätzlich. Tuifly-Maschinen

Flugzeuge der Fluggesellschaft TUIfly auf dem Flughafen Hannover. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit den geänderten Flottenplänen beim Ferienflieger Tuifly können nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi etwa 200 Arbeitsplätze im Cockpit und in der Kabine zusätzlich gesichert werden. Es sei begrüßenswert, dass der Aufsichtsrat der Tuifly die bisherigen Pläne zur Flottenreduzierung von 35 auf nur 17 Flugzeuge revidiert und eine neue Zielgröße von 22 Flugzeugen beschlossen habe, teilte Verdi am Samstag mit. Als Zielgröße war die Zahl von 200 zusätzlich gesicherten Jobs bereits am Freitagabend aus dem Unternehmen genannt worden.

Das Ziel, Entlassungen zu vermeiden, sei mit dem vorliegenden Kompromiss gelungen, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. "Der Preis dafür ist jedoch hoch. Die Beschäftigten zahlen dafür mit langfristig verschlechterten Arbeitsbedingungen", ergänzte sie. Die Kritik am großen Arbeitsplatzabbau am Boden und in der Technik bleibe bestehen. So sei es ein "unglaublicher Skandal", dass die Flugzeugwartung und deren Arbeitsplätze nach Belgien und England verlagert werden sollen - just nach Ende der Möglichkeit, dafür Kurzarbeit zu beantragen.

Der Aufsichtsrat von Tuifly hatte sich am Freitag in einer Sondersitzung auf einen Kompromiss beim Sparkurs verständigt. Personalabbau soll nach Verdi-Angaben nur mit Freiwilligenprogrammen erfolgen. Tuifly garantiere einen festen Beschäftigtenstand in der Kabine.

Für die Tui-Gruppe ist der Abbau bei der eigenen Zubringer-Airline für Pauschal- oder Kreuzfahrtkunden eine Gratwanderung. Konzern- und weltweit stehen insgesamt 8000 Jobs auf der Streichliste. Für 5000, viele davon im Ausland, ist der Plan bereits umgesetzt. Die im vorigen Jahr wegen Corona eingebrochene Reisenachfrage hatte Tui in Existenznot gebracht. Der Staat und private Kapitalgeber mussten den Konzern stützen.

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