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Präventionsprojekt mobilisiert gegen Antisemitismus

Hannover  

Präventionsprojekt mobilisiert gegen Antisemitismus

31.03.2021, 02:32 Uhr | dpa

Präventionsprojekt mobilisiert gegen Antisemitismus. Fußball

Ein Fußball-Spiel. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Im niedersächsischen Fußball sollen in Kürze Projekte gegen Antisemitismus auf der Tribüne sowie im Hintergrund des Spielbetriebs starten. Eingebunden werden sollen Profi-Clubs, Amateurvereine und der Breitensport, kündigte Justizministerin Barbara Havliza (CDU) am Mittwoch in Hannover an. Die Grundlage dafür ist ein Handlungsleitfaden, den die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Jüdische Weltkongress erarbeitet hat.

Wie der Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Franz Rainer Enste, bei der Vorstellung des Leitfadens betonte, gehe es darum, Prävention gegen Antisemitismus im Fußball zu einer Daueraufgabe zu machen. Wichtig sei, die Fankultur mit in den Blick zu nehmen, auch aber die vielen Trainer, die im Breitensport mit jungen Menschen zu tun hätten. Die Erstellung des Leitfadens wurde im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und durch den Jüdischen Weltkongress gefördert.

Zur Vorbereitung des Leitfadens führte Wissenschaftler Raimund Lazar von der Gedenkstätte Bergen-Belsen im vergangenen Jahr rund 30 Interviews mit Beteiligten des Fußballs in Niedersachsen. Wichtig sei, dass die Vereine das Thema auf die Agenda setzten und sich zu ihrem Engagement gegen Antisemitismus bekennen, sagte er. Bildungs- und Schulungsangebote seien insbesondere mit Blick auf Ehrenamtliche im Amateur- und Breitensport hilfreich, die schon mit der Organisation des Spielbetriebs alle Hände voll zu tun hätten.

Bislang gebe es zu Antisemitismus im Umfeld von Fußball in Niedersachsen keine Statistiken, sagte Lazar. Zur Prävention plädierte er auch für Begegnungen mit jüdischen und israelischen Fußballvereinen sowie für eine Beschäftigung mit der lokalen Historie des eigenen Vereins. Gab es dort früher jüdische Spieler und Mitglieder, was geschah während der Zeit des Nationalsozialismus und danach, das seien Fragen, mit denen einige Vereine sich bereits beschäftigten. Für konkrete Projekte gehe es nun darum, mit Fangruppen zu kooperieren und zu erreichen, dass sich populäre Vereine und Spieler positionieren.

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