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NRW setzt gegen den Bundestrend mehr Abschiebungen um

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NRW setzt gegen den Bundestrend mehr Abschiebungen um

21.12.2017, 13:58 Uhr | dpa

NRW setzt gegen den Bundestrend mehr Abschiebungen um. Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug

Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. Foto: Daniel Maurer/Archiv (Quelle: dpa)

Nordrhein-Westfalen hat in diesem Jahr entgegen dem Bundestrend deutlich mehr ausreisepflichtige Asylbewerber abgeschoben als im Vorjahr. Neben NRW gab es nur noch in Rheinland-Pfalz einen nennenswerten Anstieg der Abschiebungen. Bis einschließlich Oktober wurden in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen 5312 Personen abgeschoben, wie das Integrationsministerium auf Anfrage mitteilte. Das waren mehr als im Gesamtjahr 2016 mit 5121 abgeschobenen Männern und Frauen. 2015 waren es 4395 Personen.

Die meisten Bundesländer haben trotz der Bemühungen, ausreisepflichtige Asylbewerber in ihre Heimat zurückzuschicken, in diesem Jahr weniger Menschen abgeschoben als 2016, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Innenministerien ergab. Deutschlandweit wurden laut Bundesinnenministerium von Anfang Januar bis Ende November knapp 22 200 Menschen zwangsweise in ihre Heimatländer zurückgeschickt. 2016 waren es insgesamt knapp 25 400 gewesen.

Über die Weihnachtstage will die NRW-Landesregierung keine Abschiebungen vornehmen. "Es ist gängige Praxis, dass während der Feiertage in der Regel nicht abgeschoben wird", sagte Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse- Agentur.

Bei der freiwilligen Rückkehr zeigt sich folgendes Bild: Laut NRW-Ministerium reisten 2017 bis Oktober 10 285 Menschen freiwillig wieder aus - unterstützt mit Geld von Mitteln aus einem Förderprogramm von Bund und Ländern. Weitere 2221 Personen - hier liegen Zahlen allerdings nur bis September vor - verließen das Land ohne diese Förderung freiwillig, wie ein Sprecher erläuterte. 2016 waren es deutlich mehr: 21 675 Asylbewerber reisten freiwillig wieder aus. 2015 gab es 11 447 freiwillige Rückkehrfälle.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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