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Beluga: Stolberg sieht sich durch BLB-Zeugen bestätigt

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Beluga: Stolberg sieht sich durch BLB-Zeugen bestätigt

18.01.2018, 18:09 Uhr | dpa

Beluga: Stolberg sieht sich durch BLB-Zeugen bestätigt. Niels Stolberg

Der Ex-Beluga-Chef, Niels Stolberg. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv (Quelle: dpa)

Im Wirtschaftsstrafprozess um den Niedergang der Bremer Reederei Beluga ist überraschend die Bremer Landesbank (BLB) wieder in den Fokus geraten. Ein BLB-Mitarbeiter musste am Donnerstag in einer über einstündigen intensiven Befragung Auskunft darüber geben, was die Bank von fragwürdigen Finanzierungsmodellen für Schiffsneubauten bei Beluga wusste. Die Verteidigung des angeklagten Ex-Beluga-Chefs Niels Stolberg sah sich durch diese Aussage in ihrer Position bekräftigt, dass die Bank sehr wohl über umstrittene sogenannte Kick-Back-Zahlungen informiert gewesen sei.

Bei diesen Zahlungen ging es darum, dass Reeder Stolberg Nebenabsprachen mit einer Werft in Holland traf: Die Werft schrieb überhöhte Rechnungen, die Stolberg bezahlte, das Geld floss aber teilweise wieder an ihn zurück. Die Banken wurden so aus Sicht der Staatsanwaltschaft dazu bewegt, der Reederei höhere Krediten zu gewähren. Der Punkt der Kick-Back-Zahlungen ist zentral für den Vorwurf des Kreditbetruges, den die Staatsanwaltschaft gegen Stolberg erhebt, der mit drei weiteren Ex-Beluga-Managern angeklagt ist.

Nach zwei Jahren kehrt der Prozess damit thematisch wieder zu einem Anfangsthema zurück. Das Vorgehen sei branchenüblich gewesen, sagte Stolberg, der sich nun durch die Aussage des BLB-Managers am Donnerstag bestätigt sah. "Darauf habe ich zwei Jahre gewartet", sagte er.

Die Verhandlungen dürfte nun mit weiteren Beweisanträgen fortgesetzt werden. "Das müssen wir erstmal verdauen", sagte Stolberg-Anwalt Bernd Groß. Der Prozess geht am 1. Februar weiter. Die Beluga- Reederei gehörte im Schwerguttransport zu den Weltmarktführern und ging Mitte 2011 in die Insolvenz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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