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Wieder Abschiebeflug nach Kabul geplant

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Wieder Abschiebeflug nach Kabul geplant

22.01.2018, 12:09 Uhr | dpa

Wieder Abschiebeflug nach Kabul geplant. Abschiebeflug

Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. Foto: Daniel Maurer/Archiv (Quelle: dpa)

Trotz der verschärften Sicherheitslage in Afghanistan soll am Dienstagabend von Düsseldorf aus wieder ein Sammelflug mit abgelehnten Asylbewerbern nach Kabul starten. An Bord könnten bis zu 80 abgeschobene Afghanen sein, teilte der Flüchtlingsrat NRW am Montag mit. 15 von ihnen sollen aus Bayern kommen, einer aus Nordrhein-Westfalen. Flüchtlingsinitiativen wollen vor dem Flug am Düsseldorfer Airport gegen die Abschiebungen protestieren.

Die Ankunft des Flugzeugs in Kabul wird am Mittwochmorgen erwartet. Eine offizielle Bestätigung von Regierungsstellen in Deutschland gibt es für Abschiebeflüge grundsätzlich nicht. Mit insgesamt acht Direktflügen haben Bund und Länder seit Dezember 2016 bisher 155 Männer wieder in ihr Heimatland zurückgebracht.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit Ende der Nato-Kampfmission vor drei Jahren drastisch verschlechtert. In Kabul gab es 2017 über 20 schwere Anschläge mit mehr als 500 Toten. Erst am vergangenen Wochenende waren bei einem 17-stündigen Taliban-Angriff auf ein großes Hotel fast 20 Menschen getötet worden.

Deutschland hat mit der afghanischen Regierung die Abschiebung von bis zu 50 Menschen pro Monat vereinbart. Diese Zahl werde zumeist aber nicht erreicht, sagte die Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW, Birgit Naujoks. Seit einem schweren Anschlag vor der deutschen Botschaft im Mai 2017 sollen nur noch Straftäter, Gefährder - Menschen, denen die Behörden terroristische Taten zutrauen - und sogenannte Identitätstäuscher abgeschoben werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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