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IG Metall legt Autoindustrie lahm

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IG Metall legt Autoindustrie lahm

02.02.2018, 15:49 Uhr | dpa

IG Metall legt Autoindustrie lahm. BMW-Mitarbeiter streiken

BMW-Mitarbeiter streiken. Foto: Andreas Gebert/Archiv (Quelle: dpa)

Die IG Metall hat mit ihren Warnstreiks am Freitag die bayerische Autoindustrie lahmgelegt. Nach Angahen der Gewerkschaft beteilten sich rund 80 000 Mitarbeiter bei BMW, Audi und anderen Firmen der Branche an den ganztägigen Arbeitsniederlegungen. Demmach rollte kein einziges Auto von den Bändern. IG Metall-Landsbezirksleiter Jürgen Wechsler sprach von einem "Riesenerfolg", die Erwartungen der Gewerkschaft seien übertroffen worden. Die Welle der ganztägigen Warnstreiks soll an diesem Samstag enden. 

Die IG Metall fordert in der diesjährigen Tarifrunde sechs Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber haben annähernd drei Prozent geboten. Knackpunkt ist aber die Forderung der IG Metall, dass jeder Beschäftigte seine Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden verkürzen können soll - mit teilweisem Lohnausgleich für Schichtarbeiter und Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Die Arbeitgeber halten sowohl diese Forderung als auch die 24-stündigen Arbeitsniederlegungen für rechtswidrig.

Der Metallarbeitgeberverband vbm warf der IG Metall vor, eine Umsetzung ihrer Forderungen würde 20 Prozent der Betriebe in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen. Diese Unternehmen könnten dann wichtige Zukunftsinvestitionen nicht mehr tätigen. "Ihnen würde die Kraft für Innovationen genommen und Arbeitsplätze könnten nicht dauerhaft gesichert werden. Das kann nicht im Interesse der IG Metall sein", erklärte vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Bestreikt wurden am Freitag alle großen Standorte von BMW und Audi, allein bei diesen beiden Unternehmen legten laut IG Metall gut 66 000 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Auch bei den Zulieferern Schaeffler und SKF in Schweinfurt seien die Werkstore geschlossen geblieben. Dort hätten sich 9000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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