Sie sind hier: Home > Regional >

Grüne dringen auf Nachbesserungen im Kampf gegen Crystal

Landtag  

Grüne dringen auf Nachbesserungen im Kampf gegen Crystal

16.02.2018, 15:38 Uhr | dpa

Grüne dringen auf Nachbesserungen im Kampf gegen Crystal. Die synthetische Droge Crystal

Die synthetische Droge Crystal. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Die Grünen fordern von der Staatsregierung mehr Engagement im Kampf gegen Crystal. Die Zahl der Abhängigen in Sachsen stagniere auf hohem Niveau, sagte Fraktionschef Volkmar Zschocke am Freitag in Dresden. Die Beantwortung einer Großen Anfrage seiner Fraktion zeige, "der 10-Punkte-Plan der Staatsregierung zur Prävention und Bekämpfung des Crystal-Konsums in Sachsen ist bisher keine Erfolgsgeschichte".

Zschocke bemängelte fehlende stationäre Therapieplätze, besonders für Eltern mit Kind und in Haftanstalten. "Die Polizei verfügt nicht über eine ausreichende personelle und technische Ausstattung zur Crystal-Bekämpfung."

Während seit 2014 jährlich mehr als 4800 Crystal-Abhängige in den Suchtberatungsstellen beraten worden seien, habe sich die Zahl der festgestellten Crystal-Delikte deutlich verringert. "Hinzu kommen neue Problemstellungen wie der Anstieg der Fälle von Crystal-geschädigten Neugeborenen."

Zschocke forderte, die seit 2015 entstandenen Suchthilfeprojekte müssten auch im Doppelhaushalt 2019/20 weiter gefördert werden. Zudem dürfe die Suchthilfe nicht nach der durchschnittlichen Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis bemessen werden. "Die Regionen in Grenznähe und die Großstädte Dresden und Leipzig müssen auf die hohe Zahl der Hilfesuchenden reagieren können ohne drauf zu zahlen."

Zschocke warnte davor, den familienerhaltenden Ansatz bei den Rehabilitationsangeboten aus den Augen zu verlieren. "Für die Behandlung von Crystal-abhängigen Eltern und deren Kinder gibt es derzeit in Sachsen nur eine stationäre Einrichtung." Weitere Angebote müssten schnell ausgebaut werden, sonst sei das Ziel, die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken, nicht zu erreichen. "Zudem ist ein wissenschaftlich abgesichertes Konzept zur Behandlung Crystal-geschädigter Säuglinge und Kinder zu entwickeln."

Die geringen Zahlen aufgedeckter Drogenlabore, Quellen und Verbringungswege und die rückläufige Anzahl der Ermittlungsverfahren stünden im Widerspruch zum hohen Bedarf in der Suchthilfe, sagte Zschocke. Sei 2014 noch in 1623 Fällen Crystal sichergestellt worden, seien es 2016 nur noch 966 Fälle gewesen. Und eine 2013 angekündigte Sonderkommission "Crystal" sei bis heute nicht eingerichtet worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal