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Marx mahnt Transparenz bei kirchlichen Finanzgeschäften an

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Marx mahnt Transparenz bei kirchlichen Finanzgeschäften an

19.02.2018, 16:49 Uhr | dpa

Marx mahnt Transparenz bei kirchlichen Finanzgeschäften an. Reinhard Marx

Kardinal Reinhard Marx spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Armin Weigel/Archiv (Quelle: dpa)

Angesichts des jüngsten Finanzskandals in der Diözese Eichstätt hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, eine neue Transparenzoffensive für kirchliche Finanzgeschäfte angemahnt. "Wir brauchen Kriterien, die deutlich machen, dass wir uns auf den Weg zur Angleichung an die internationalen Standards begeben", sagte Marx am Montag in Ingolstadt zu Beginn der Frühjahrs-Vollversammlung der DBK.

Der Münchner Kardinal forderte für die Zukunft einheitlichere Regeln für die Haushalte und Finanzgeschäfte der 27 katholischen Bistümer in Deutschland, die auf diesen Gebieten bislang allesamt autonom agieren können. Neben einer stärkeren Transparenz brauche es auch eine bessere Kontrolle der Finanzgeschäfte und eine stärkere Solidarität mit finanzschwächeren Bistümern, sagte Marx. Er wolle den deutschen Bischöfen einen entsprechenden Vorschlag machen.

Anfang Februar war bekanntgeworden, dass aus dem Vermögen der Diözese Eichstätt rund 60 Millionen Dollar (48,2 Millionen Euro) in ungesicherte Darlehen in die USA geflossen sein sollen. Der ehemalige stellvertretende Finanzdirektor und ein Immobilien-Projektentwickler sitzen inzwischen in Untersuchungshaft - ihnen werden Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen. Auch die wegen finanzieller Probleme angekündigten Schulschließungen im Erzbistum Hamburg stoßen unter den Katholiken teils auf erheblichen Widerstand und sorgen für Unverständnis.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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