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Ex-Minister wegen Insolvenzverschleppung erneut vor Gericht

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Ex-Minister wegen Insolvenzverschleppung erneut vor Gericht

21.02.2018, 16:59 Uhr | dpa

Ex-Minister wegen Insolvenzverschleppung erneut vor Gericht. Günther Krause

Der ehemalige Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU). Foto: Bernd Wüstneck/Archiv (Quelle: dpa)

Der frühere Bundesverkehrsminister Günther Krause muss sich am 27. März erneut wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft werfe dem 64-Jährigen in ihrer Anklage beim Amtsgericht Potsdam Insolvenzverschleppung, Bankrott und Vorenthalten von Arbeitsentgelt vor, sagte Gerichtssprecher Wolfgang Peters am Mittwoch auf Anfrage. In dem Prozess geht es um die Pleite der Unternehmensberatung von Krause, die im Frühjahr 2016 in die Insolvenz gegangen war. Nach seinen Angaben war ihm damals wegen des Russland-Embargos ein Großauftrag weggebrochen.

Wie der 64-Jährige erklärte, summierten sich die Verbindlichkeiten der Firma auf 820 000 Euro. Aus seiner Sicht sei aber durch den Verkauf einer Immobilie und eines Aktienpakets genügend Kapital zur Deckung der Forderungen vorhanden, hatte der 64-Jährige der Deutschen Presse-Agentur im Januar erklärt.

Nach Angaben von Peters hatte Krause aber nie selbst einen Antrag auf Insolvenz für die Firma Information-Beratung-Projektentwicklung GmbH (IBP) gestellt. Diese sei vielmehr von Gläubigern beantragt und das Insolvenzverfahren im Juni 2016 vom Amtsgericht eröffnet worden. Die Anklage wirft Krause zudem Untreue in 43 Fällen vor, weil er von Januar 2015 bis Juni 2016 Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung nicht gezahlt haben soll.

Krause hatte als Verhandlungsführer der DDR nach der Wende den Einheitsvertrag mit ausgehandelt und auch unterschrieben. Nach seinem Rücktritt als Bundesverkehrsminister der CDU im Jahr 1993 wegen mehrerer Affären hatte er sich aus der Politik zurückgezogen. Krause war bereits im Jahr 2007 nach dem Zusammenbruch seiner Firma Aufbau Invest wegen Betrugs, Insolvenzverschleppung und Bankrotts zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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