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Katholische Kirche hat mehr für Flüchtlingshilfe ausgegeben

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Katholische Kirche hat mehr für Flüchtlingshilfe ausgegeben

22.02.2018, 15:49 Uhr | dpa

Die katholische Kirche in Deutschland hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben rund 147 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe ausgegeben. Dies seien fast 20 Millionen Euro mehr als noch 2016 und 35 Millionen Euro mehr als zu Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Donnerstag zum Abschluss ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Ingolstadt mit.

Bei den Zahlen handele es sich Mindestangaben aus den 27 Bistümern und den kirchlichen Hilfswerken, hieß es. Die außerordentliche Flüchtlingshilfe der Ordensgemeinschaften und der kirchlichen Verbände sei nicht erfasst worden.

Von der Gesamtsumme seien im vergangenen Jahr 69,4 Millionen Euro in die Förderung von Initiativen in Deutschland geflossen und 77,6 Millionen in Hilfsprojekte in ausländischen Krisenregionen.

Erstmals seit Beginn der Flüchtlingskrise machte die DBK Angaben zu Taufen von Migranten. 2017 wurden demnach mindestens 507 Taufanfragen gestellt und 262 vollzogen. Fünf Bistümer machten zu diesen Fragen allerdings keine Angaben.

Offen blieb auch, wie viele Flüchtlinge vom Islam zum Christentum übertraten. Dazu gebe es weder Zahlen noch Schätzungen, hieß es. In Österreich hatte die katholische Kirche im Vorjahr rund 750 Erwachsenentaufen registriert - bei etwa 75 Prozent davon handelte es sich um Konvertiten mit muslimischem Hintergrund.

Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer in der deutschen katholischen Flüchtlingshilfe ging deutlich zurück. Wurden 2015 und 2016 noch jeweils mehr als 100 000 Helfer registriert, waren es im abgelaufenen Jahr nur noch 63 000. Nach DBK-Angaben hängt der Rückgang mit den gesunkenen Zahlen neu ankommender Flüchtlinge zusammen.

Trotzdem registrierte die katholische Kirche im vergangenen Jahr mehr Migranten, die in kirchlichen Einrichtungen untergebracht wurden. 2017 hätten 35 000 Flüchtlinge in 1528 kirchlichen Gebäuden eine vorübergehende Bleibe gefunden, 2016 seien es noch rund 28 000 Menschen in 1381 Einrichtungen gewesen. Darunter seien vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, aber auch Frauen und Kinder.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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