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Tanklaster-Brand: "Held" von Schrobenhausen soll vor Gericht

Prozesse  

Tanklaster-Brand: "Held" von Schrobenhausen soll vor Gericht

23.02.2018, 12:18 Uhr | dpa

Tanklaster-Brand: "Held" von Schrobenhausen soll vor Gericht. Brennender Tanklaster bei Schrobenhausen

Ein Tanklastzug steht gelöscht auf einer Straße. Foto: Manfred Erhard/Feuerwehr Stadt Schrobenhausen (Quelle: dpa)

Einst wurde er als Held gefeiert, nun muss ein 50 Jahre alter Tanklastzugfahrer mit einem Gerichtsverfahren rechnen. Der Mann hatte im Juli 2017 seinen mit 34 000 Litern Benzin und Diesel beladenen und brennenden Sattelzug bei Schrobenhausen aus bewohntem Gebiet gefahren, um eine Katastrophe zu verhindern.

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt wirft dem Fernfahrer aber vor, dass er bereits viel früher Probleme an dem Transporter bemerkt habe und deswegen hätte stehenbleiben müssen. Das Amtsgericht Pfaffenhofen müsse nun entscheiden, ob es zum Prozess kommt, teilte die Anklagebehörde am Freitag mit.

Nach der Fahrt war der Trucker damals zunächst als "Held" bezeichnet worden, die Polizei hatte sich anerkennend geäußert und die Stadt Schrobenhausen wollte sogar eine Dankesfeier ausrichten. Ein Polizist hatte den Fahrer damals aus der Stadt gelotst, nachdem der Mann ein brennendes Hinterrad bemerkt hatte und es selbst nicht löschen konnte. Damals hieß es, ein Reifen sei wohl geplatzt.

Nun steht in der Anklage der Staatsanwaltschaft, dass der 50-Jährige schon bei einem Halt an der Bundesstraße 13 in der Nähe der oberbayerischen Gemeinde Manching Qualm bemerkt habe. Danach soll der Mann noch etwa 25 Kilometer mit dem defekten Tanklaster weitergefahren sein.

Erst als es bei Schrobenhausen "zur offenen Flammenbildung im hinteren Bereich des Aufliegers kam und damit Explosionsgefahr bestand" habe der Fahrer reagiert. Ihm wird deswegen Brandstiftung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Auslöser des Feuers soll ein beschädigtes Radlager gewesen sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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