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TK: Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehlern

Gesundheit  

TK: Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehlern

11.03.2018, 13:49 Uhr | dpa

TK: Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehlern. Techniker Krankenkasse

Das Logo der Techniker Krankenkasse an einem Gebäude. Foto: Malte Christians/Archiv (Quelle: dpa)

Die Techniker Krankenkasse in Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr mehr Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler verzeichnet. Waren es im Jahr 2016 noch 228 TK-Versicherte, die bei sich eine falsche Behandlung vermuteten, ist die Zahl im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent auf 246 Patienten gestiegen, teilte die Krankenkasse mit. Bundesweit registrierte die TK einen Anstieg um 16 Prozent auf 5500 Fälle vermuteter Behandlungsfehler. Insgesamt 15 Millionen Euro hat die Krankenkasse im vergangenen Jahr von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Fehlbehandlungen zurückgefordert.

Die meisten Beschwerden gab es bundesweit über Behandlungen beim Chirurgen (1477 Verdachtsfälle). Danach folgten Zahnärzte (920 Verdachtsfälle), Allgemeinmediziner (546 Fälle) und Orthopäden (351 Fälle). Auf die Innere Medizin entfielen 221 Beschwerden, Gynäkologen kamen auf 219 und Augenärzte auf 216 Fälle.

Der Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, Johann Brunkhorst, betonte, nicht jeder Verdachtsfall bestätige sich im Laufe der Überprüfung. "Aber wenn Fehler gemacht werden, hat das für die betroffenen Patienten meist schwerwiegende Folgen." Trotz des erneuten Anstiegs der vermuteten Behandlungsfehler geht Brunkhorst aber fest davon aus, dass sich die medizinische Versorgung in den Krankenhäusern und Arztpraxen im Land nicht verschlechtert hat.

Nach Ansicht Brunkhorsts müssten die deutschen Gesetze aber wesentlich stärker die Patienten schützen. "Derzeit muss ein Patient beweisen, dass ein Arzt einen Fehler begangen hat oder dass ein Medizinprodukt fehlerhaft ist."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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