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Erlangen gründet erstes muslimisches Bildungswerk

Religion  

Erlangen gründet erstes muslimisches Bildungswerk

12.03.2018, 14:58 Uhr | dpa

Erlangen gründet erstes muslimisches Bildungswerk. Der Halbmond auf einem Minarett

Der Halbmond auf einem Minarett einer Moschee. Foto: Boris Roessler/Archiv (Quelle: dpa)

Um die Muslime in der Stadt zu mehr gesellschaftlichem und politischem Engagement zu bringen, entsteht im fränkischen Erlangen ein muslimisches Bildungswerk - analog zu solchen Angeboten der katholischen und evangelischen Kirche. Ihres Wissens nach sei dieses Angebot bislang einzigartig Deutschland, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Preuß (FDP) am Montag.

Viele der etwa 5000 in Erlangen lebenden Muslime blieben "an ganz vielen Stellen weit unter ihren partizipativen Möglichkeiten", sagte Preuß. Um das zu ändern, soll es nun Seminare und Begegnungsabende geben, bei denen Themen zwischen Religion und Gesellschaft besprochen werden. Laut dem Konzept des muslimischen Bildungswerks sollen sich "interessierte Muslime mit ihrem Glauben innerhalb des Wertesystems der deutschen Gesellschaft auseinandersetzen".

Es soll um Themen aus dem Alltag gehen wie etwa Familie, Geschlechterbilder, Erziehung, Engagement im Ehrenamt oder umweltbewusstes Handeln. "Wir brauchen hier keine Deutschkurse, sondern es geht um Teilhabe und Dialog", betonte Preuß. Das Bildungswerk sei auch "keine größere Koranschule", sondern biete auf Dialog ausgerichtete Veranstaltungen für Jedermann.

Das Programm soll Seminare und Studientage umfassen, die alle zwei Monate stattfinden, sowie monatliche Treffen wie Grill- oder Filmabende. "Damit wollen wir Menschen erreichen, die nicht gleich zu einem Seminar gehen wollen." Zudem solle es jährlich eine Tagung für die breite Öffentlichkeit geben. Unterstützt wird das muslimische Bildungswerk vom Department für Islamisch-Religiöse Studien der Universität Erlangen. Am diesem Freitag startet das neue Bildungswerk der 100 000-Einwohner-Stadt mit einem Vortrag des Islam- und Politikwissenschaftlers Muhammad Sameer Murtaza.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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