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"Reichsbürger" verletzt sechs Polizisten mit Tierabwehrspray

Kriminalität  

"Reichsbürger" verletzt sechs Polizisten mit Tierabwehrspray

16.03.2018, 15:38 Uhr | dpa

"Reichsbürger" verletzt sechs Polizisten mit Tierabwehrspray. Rettungswagen im Noteinsatz

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht durch die Innenstadt. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Beim Versuch, sich einer Festnahme zu widersetzen, hat ein sogenannter Reichsbürger in Hameln sechs Polizisten mit einem Tierabwehrspray verletzt. Die Beamten, die ihrerseits Pfefferspray zum Einsatz brachten, erlitten Augenreizungen, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte.

Der 33-jährige "Reichsbürger" sollte am Donnerstag auf einem Parkplatz festgenommen werden. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor, weil er sich geweigert hatte, eine Geldstrafe wegen Widerstands und Beleidigung in Höhe von 1350 Euro zu bezahlen.

Der Hamelner verbarrikadierte sich in seinem Auto. Als ein Polizist das Schließen einer Fensterscheibe mit einem Werkzeug blockierte, versprühte der 33-Jährige das Tierabwehrspray. Dann setzte er mit dem Pkw zurück und stieß gegen einen Streifenwagen.

Nun gelang es den Beamten, das Seitenfenster der Fahrertür zu zerstören und den "Reichsbürger" festzunehmen. Der Mann erlitt leichte Schnittverletzungen. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung ermittelt.

Die "Reichsbürger"-Bewegung, die deutschlandweit vom Verfassungsschutz beobachtet wird, lehnt die Bundesrepublik, deren Organe und Behörden ab und akzeptiert keine amtlichen Bescheide. Alleine in Niedersachsen soll es knapp 500 "Reichsbürger" geben. Viele Anhänger der Bewegung sind nach Einschätzung der Behörden in der rechtsextremen Szene aktiv.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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