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Handakten von Nazi-Widerständler von Guttenberg aufgetaucht

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Handakten von Nazi-Widerständler von Guttenberg aufgetaucht

05.04.2018, 15:28 Uhr | dpa

Bei einer Ausstellung im unterfränkischen Iphofen sind überraschend Handakten des 1945 hingerichteten Nazi-Widerständlers Karl Ludwig von und zu Guttenberg aufgetaucht. Die Dokumente hätten sich in einem versiegelten Umschlag befunden, der Teil der im Knauf-Museum ausgestellten 70 Exponate sei, berichtete Staatsarchiv-Leiter Peter Fleischmann am Donnerstag in Nürnberg. Mit Rücksicht auf die handschriftliche Verfügung "Nur durch den Herrn Herrschaftsvorstand zu öffnen" sei der Umschlag zunächst ungeöffnet geblieben.

Bei der Eröffnung der Ausstellung Anfang März habe man das heutige Oberhaupt der Adelsfamilie Schwarzenberg, Karl Fürst zu Schwarzenberg, schließlich um eine Entsiegelung des Umschlags gebeten. Dabei fanden sich zur Überraschung der Ausstellungsmacher statt Schwarzenberg-Akten 75 Jahre alte Dokumente des früheren Schwarzenberg-Schwagers Karl Ludwig von und zu Guttenberg, einem weitläufigen Verwandten des nach einer Plagiatsaffäre zurückgetretenen Ex-Bundeswirtschaftsministers Karl Theodor zu Guttenberg.

Zu den geheimen Handakten gehören unter anderem Guttenbergs Korrespondenz mit früheren Vertrauten des seinerzeit im Exil lebenden Kaiser Wilhelm II. Wegen der Brisanz habe offenbar der Gutsverwalter der Schwarzenbergs den Umschlag im hauseigenen Archiv inmitten von Unterlagen aus dem 18. Jahrhundert versteckt.

Wegen Luftangriffen war das 900 Regalmeter umfassende Archiv im Jahre 1943 nach Krumau verlegt worden. Seit 2011 wird es im Nürnberger Staatsarchiv aufbewahrt. Karl Ludwig von Guttenberg (1902-1945) war monarchistischer Publizist und Mitglied des konservativen Widerstandskreises vom 20. Juli 1944.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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