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Versicherer setzt bei Personalauswahl auf Spracherkennung

Informationstechnologie  

Versicherer setzt bei Personalauswahl auf Spracherkennung

06.04.2018, 07:39 Uhr | dpa

Versicherer setzt bei Personalauswahl auf Spracherkennung. Talanx

Fahnen der Talanx AG wehen vor blauem Himmel. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv (Quelle: dpa)

Der Versicherer Talanx setzt bei der Suche nach Führungskräften auf neuartige Software, die binnen weniger Minuten durch Sprachuntersuchungen Persönlichkeitsanalysen von Bewerbern erstellt. Die Ergebnisse kommen nach Konzernangaben zu über 90 Prozent an das heran, was Psychologen mit Tests in tagelanger Arbeit bei Assessment Centern herausfinden. Bei Talanx geht bis 2025 ein großer Teil des Managements in Rente. Zu den Unternehmen, die das Programm einsetzen, gehört neben Talanx die Flughafengesellschaft Fraport oder die Zeitarbeitsagentur Ranstadt.

Der Algorithmus-Test des neuartigen "Precire"-Programms stammt von einem gleichnamigen Aachener Start-up. Zurzeit arbeitet das Unternehmen daran, sein Sprachanalyse-Programm bei der Früherkennung von Depressionen im medizinischen Bereich einzusetzen. "Precire ist in der Lage, erste Anzeichen schon in einer sehr frühen Phase offenzulegen", sagt Mitgründer Dirk Gratzel.

Europas Markt für künstliche Intelligenz gilt als Milliardenmarkt - entsprechende Technologien könnten nach Ansicht des Branchenverbands Bitkom bald auch in andere Bereiche drängen. "Das Programm ist interessant und beängstigend zugleich", meint Unternehmerin Tina Voß von der gleichnamigen Zeitarbeitsfirma aus Hannover. Sie geht ebenso wie TÜV-Nord-Chef Dirk Stenkamp davon aus, dass sich eine derart günstige und treffsichere Technologie schnell ausbreiten werde. Beide sehen allerdings auch moralisch-ethische Debatten aufkommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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