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Streit unter Bischöfen: Oster rechtfertigt sich für Brief

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Streit unter Bischöfen: Oster rechtfertigt sich für Brief

10.04.2018, 12:58 Uhr | dpa

Streit unter Bischöfen: Oster rechtfertigt sich für Brief. Stefan Oster

Der Passauer Bischof Stefan Oster. Foto: Armin Weigel/Archiv (Quelle: dpa)

Im Streit um die Zulassung von evangelischen Christen zur Kommunion hat der Passauer Bischof Stefan Oster den Vorstoß der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) scharf kritisiert. Zugleich verteidigte er einen Brief, den er und sechs weitere Bischöfe an den Vatikan verschickt haben. Schon bei den Beratungen in der Bischofskonferenz zum Thema habe zur Debatte gestanden, sich bei der Klärung offener Fragen an Rom zu wenden, schrieb Oster in einem Beitrag für das Passauer Bistumsblatt.

Es sei ihm und den anderen Unterzeichnern nicht darum gegangen, "andere Bischöfe zu diskreditieren, die das anders sehen als wir. Im Gegenteil: Ich bin der vollen Überzeugung, dass auch die Mitbrüder mit anderer Meinung das Gute für die Kirche und die Ökumene wollen."

Mehrheitlich hatte die Bischofskonferenz im Februar beschlossen, in Ausnahmefällen die katholische Kommunion für protestantische Ehepartner in konfessionsverschiedenen Ehen zu öffnen. Oster hält diesen Weg für so nicht gangbar. In dem Entwurf heiße es beispielsweise, dass umgekehrt der katholische Partner nicht am evangelischen Abendmahl teilnehmen darf. "Dem evangelischen Partner wird zugetraut, irgendwie beide Glaubensverständnisse aufrecht zu erhalten, dem katholischen aber nicht, weil sie eben doch nicht zusammenpassen. Ich halte dies nur für sehr schwer vermittelbar!"

Auch sei die öffentliche Wahrnehmung problematisch: Was die Bischofskonferenz als Ausnahme im Einzelfall sehe - also die Zulassung eines protestantischen Ehepartners zur Kommunion -, werde öffentlich vielfach als generelle Freigabe interpretiert. Hier sei die Frage, ob man damit nicht einer Banalisierung der Eucharistie Vorschub leiste.

Unter Federführung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki entstand der Brief an den Vatikan. Die sieben Bischöfe hegen Zweifel, ob eine nationale Bischofskonferenz solche Entscheidungen überhaupt treffen darf. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, war vorab nicht informiert. Er habe aber zeitgleich eine Kopie erhalten, sagte Oster: "Diese Offenheit und Klarheit der Kommunikation war uns wichtig."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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