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Datenbank zu Umgebindehäusern entsteht

Architektur  

Datenbank zu Umgebindehäusern entsteht

12.04.2018, 07:09 Uhr | dpa

Datenbank zu Umgebindehäusern entsteht. Umgebindehäuser

In Sachsen wird es bald eine Datenback zu Umgebindehäusern geben. Foto: Jens Trenkler/Archiv (Quelle: dpa)

Wie viele der typischen Oberlausitzer Umgebindehäuser gibt es noch? Darüber soll eine neue Datenbank Aufschluss geben. "Wir denken, dass wir bislang circa 80 Prozent aller Häuser erfasst haben", sagte Arnd Matthes, Geschäftsstellenleiter der Stiftung Umgebindehäuser, der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt gebe es bundesweit schätzungsweise 7200 der Gebäude mit dem markanten spitzen Dach und viel Fachwerk darunter.

Laut Matthes wurden bisher nur die denkmalgeschützten Bauten erfasst. Die Datenbank soll daneben auch jene Häuser umfassen, zu deren genauen Zahl es bislang lediglich Schätzungen gibt. Sie enthält neben historischen Daten etwa zur Fertigstellung auch detaillierte Informationen zum Zustand und zum Sanierungszustand.

Umgebindehäuser sind häufig denkmalgeschützte Bauten, die aus einer Kombination aus Fachwerk- und Blockhaus bestehen und vor allem in der Oberlausitz anzutreffen sind. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wohnt in einem. Sie wurden bis in die 1920er-Jahre hinein im heutigen Dreiländereck zwischen Deutschland, Tschechien und Polen gebaut. Charakteristisch ist eine hölzerne Stützkonstruktion, die eigenständig vor den Wänden der Blockstube steht. Das sogenannte Umgebinde aus Holzständer und Bögen trägt Obergeschoss und Dach.

Die Häuser sind aus Holz, Lehm, Stroh und Steinen errichtet und gehen zurück auf fränkische Siedler, die im 12./13. Jahrhundert in die Oberlausitz kamen. Die meisten der heute noch vorhandenen, europaweit einzigartigen Bauten entstanden in der Zeit nach 1700.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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