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Junger Albaner mit Hammer erschlagen: Prozess um Blutrache

Kriminalität  

Junger Albaner mit Hammer erschlagen: Prozess um Blutrache

13.04.2018, 06:38 Uhr | dpa

Junger Albaner mit Hammer erschlagen: Prozess um Blutrache. Schild vor Amt- und Landgericht Ulm

Das Gebäude des Amt- und Landgerichts in Ulm. Foto: Stefan Puchner/Archiv (Quelle: dpa)

Vor dem Landgericht Ulm muss sich von Montag an ein 46 Jahre alter Mann verantworten, der "aus Blutrache" einen 19-jährigen Albaner mit einem Hammer erschlagen haben soll. In dem Mordprozess (Aktenzeichen 2 Ks 21 Js 10854/17) wirft die Anklagebehörde dem ebenfalls aus Albanien stammenden Beschuldigten vor, sein Opfer im Mai 2017 "heimtückisch und aus niederen Beweggründen" getötet zu haben. Er habe den jungen Mann unter Vorwänden an einen der Anglerseen in der Nähe des Donaustädtchens Erbach gelockt und dort "mit einer Vielzahl an wuchtig geführten Schlägen, mutmaßlich mit einem Hammer, gegen den Kopf" umgebracht.

Der Angeklagte, der die deutsche Staatsbürgerschaft hat und zuletzt in Göppingen wohnte, bestreitet die Tat. Die Staatsanwaltschaft will seine Schuld unter anderem anhand von Indizien und DNA-Proben sowie der Befragung von Zeugen und Sachverständigen beweisen. Nach eigenen Angaben geht sie aufgrund umfangreicher Ermittlungen, darunter in Südosteuropa, davon aus, "dass es sich bei dem Mord um die Fortführung einer Blutrache handelt, die ihren Ursprung in einem im Jahr 2000 in Albanien begangenen Tötungsdelikt hat". Der erschlagene 19-Jährige, der zuletzt in Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) wohnte, sei ein Neffe des damaligen Täters gewesen.

Für den Prozess sind zunächst acht Verhandlungstage bis zum Sommer angesetzt worden. Das Gericht hat zudem 25 weitere Tage reserviert. Mit einem Urteil wäre dann erst im Januar 2019 zu rechnen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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