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Schwammspinner-Raupen bedrohen Bayerns Eichenwälder

Forstwirtschaft  

Schwammspinner-Raupen bedrohen Bayerns Eichenwälder

14.04.2018, 09:39 Uhr | dpa

Schwammspinner-Raupen bedrohen Bayerns Eichenwälder. Raupe des Schwammspinners

Schwammspinner-Raupe krabbelt auf ein Blatt. Foto: Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft/Archiv (Quelle: dpa)

Bayerns Eichen werden heuer von einem Schmetterling bedroht, dessen Raupen ganze Bäume kahl fressen können. Vor allem in Unterfranken haben Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) enorme Dichten des Schwammspinners festgestellt. Dafür suchen die Förster an Stämmen von Eichen und Hainbuchen nach Gelegen des Tieres. Ein Gelege kann zwischen 180 und 800 Eier des Schmetterlings beinhalten. Ein Befall von mehr als einem Gelege pro Baum bedeute bereits Kahlfraß, sagte Ralf Petercord, Leiter der LWF-Abteilung Waldschutz, der Deutschen Presse-Agentur. In Wäldern bei Werneck im Landkreis Schweinfurt hätten Fachleute beispielsweise einen Befall von 4,6 Gelegen pro Baum registriert.

Um dort und in ähnlich betroffenen Gebieten einen Kahlfraß und ein dadurch mögliches Eichensterben zu vermeiden, wird die LWF voraussichtlich im Mai Pflanzenschutzmittel mit dem Hubschrauber auf einzelne Gebiete sprühen. Geplant ist die Behandlung von etwa 1400 Hektar, die sich auf 60 kleinere Waldgebiete verteilen. Waldränder und Naturschutzgebiete sind dabei außen vor.

Zuletzt konnte der Schwammspinner, dessen bis zu 70 Millimeter langen Raupen mehrere Monate lang die Blätter der Bäume abfressen, in dieser Masse 2011 in Bayerns Wäldern sein Unwesen treiben. Der Schwammspinner ist ein einheimisches Insekt. Wegen der immer wärmeren Sommer sind die Populationen vor allem in Bayern sprunghaft angestiegen. Die Art ist deshalb Petercord zufolge derzeit die größte Gefahr für Eichen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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