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Drangsal-Sänger Max Gruber: Heimat ja, Heimattümelei nein

Musik  

Drangsal-Sänger Max Gruber: Heimat ja, Heimattümelei nein

24.04.2018, 10:08 Uhr | dpa

Drangsal-Sänger Max Gruber: Heimat ja, Heimattümelei nein. Sänger Max Gruber

Der Sänger Max Gruber von Drangsal im Interview. Foto: Annette Riedl/Archiv (Quelle: dpa)

Der Begriff Heimat, seit kurzem durch eine eigene Abteilung des Bundesinnenministeriums geadelt, ist für Deutschpop-Aufsteiger Max Gruber "ein zweischneidiges Schwert". Es gebe für ihn nämlich einen Riesenunterschied zwischen Heimat und Heimattümelei, und der mache die Sache so schwierig, sagte der 24-jährige Frontmann des Indierock-Projekts Drangsal der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Seine Wurzeln hat Gruber in Rheinland-Pfalz: Er wurde im pfälzischen Kandel geboren, wuchs in Herxheim bei Landau auf und zog 2013 nach Berlin.

Einerseits bekenne er sich mit dem altertümlichen Bandnamen und pfälzisch geprägten Albumtiteln wie "Harieschaim" (2016; ein altes Wort für die Gemeinde Herxheim in Rheinland-Pfalz) klar zu seiner deutschen und regionalen Herkunft. Andererseits: "Das Wort Heimat klingt sehr deutsch, bei "unsere Heimat" wird mir sogar ein bisschen schlecht", sagte der Sänger und Multiinstrumentalist. "Stolz und Heimat sind sehr schwierige Begriffe, vor allem in Kombination."

Gruber, der seine Drangsal-Lieder auf Englisch und Deutsch singt, gilt mit der eingängigen Mischung aus Indierock und Postpunk hierzulande als eines der größten Poptalente. 2017 war er mit "Harieschaim" für den Echo nominiert und erhielt in der Kategorie "Hoffnungsvollster Newcomer" den Kritiker-Preis für Popkultur. Das zweite Album "Zores" erscheint am 27. April.

Berlin sieht Gruber noch nicht als Heimat. "Man kann den Jungen aus Herxheim rausnehmen, aber Herxheim kriegt man nie aus dem Jungen raus." Er sei auch heute noch sehr gern zu Hause, bei Familie und Freunden in der Pfalz: "Ich mag den Flecken. Da ist die Luft besser, es ist ruhiger, und es tut gut, mal Dialekt zu sprechen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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