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Forscher wollen mit Hochsee-Segelyacht Meere erkunden

Schiffbau  

Forscher wollen mit Hochsee-Segelyacht Meere erkunden

02.05.2018, 17:58 Uhr | dpa

Forscher wollen mit Hochsee-Segelyacht Meere erkunden. Hochsee-Forschungsyacht

Eine 22 Meter lange Hochsee-Forschungsyacht mit Hybridantrieb wird in der Michael-Schmidt-Yachtwerft ins Wasser gehoben. Foto: Stefan Sauer (Quelle: dpa)

Greifswald/Kiel/Mainz (dpa/lrs) – Mit einer neuen Hochsee-Segelyacht wollen Forscher künftig die Meere und das Klima erkunden. Das 22 Meter lange Schiff mit Hybridantrieb wurde am Mittwoch von der Werft Michael-Schmidt-Yachtbau in Greifswald zu Wasser gelassen und soll am 11. Mai am Forschungsinstitut Geomar in Kiel getauft werden. Mit dem hoch spezialisierten Schiff wollen Forscher künftig kontaminationsfrei Meerwasser-, Plankton- und Luftproben sammeln und analysieren, wie eine Sprecherin des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz sagte. Das Institut ist Betreiber des Schiffes. Es wurde mit 3,5 Millionen Euro von der Schweizer Werner Siemens-Stiftung finanziert.

Die Wissenschaftler wollen mit der Yacht die unmittelbare Luftschicht über und die oberen 1000 Meter Wasser in den Ozeanen erforschen. Dabei nehmen sie die lichtdurchfluteten Zonen und die darunter liegende "Twilight Zone" in den Blick. In diesen Meerestiefen findet der Großteil der chemischen und biologischen Abbau- und Austauschprozesse statt, wie das Institut mitteilte.

Die Segelyacht besteht aus einem Glasfaserkunststoff-Rumpf und ist mit einem Hybridantrieb ausgestattet. Dadurch könnten Verunreinigungen der Proben mit Spurenmetallen aus dem Rumpf oder durch Dieselabgase vermieden werden. Dies sei Voraussetzung, um kleinste atmosphärische Teilchen wie Staub, Gase oder Spurenelemente im Wasser kontaminationsfrei zu messen. Die Yacht wird zudem mit einem Reinraumlabor ausgestattet.

Das Schiff wird auf den Namen des deutschen Meeresgeologen Eugen Seibold (1918-2013) getauft. Nach Testfahrten im Sommer und Herbst soll die erste Forschungsreise im Winter starten. Zunächst geht es von der Nordsee in den Nordatlantik und von dort in Richtung der Kanarischen und Kapverdischen Inseln. Das Schiff bietet Platz für vier bis sechs Wissenschaftler und 2 bis 4 Crew-Mitgliedern

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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