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Kirche schlägt Ersatz für "Hitler-Glocke" in Herxheim vor

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Kirche schlägt Ersatz für "Hitler-Glocke" in Herxheim vor

03.05.2018, 15:19 Uhr | dpa

Die Eigentumsfrage am Turm der Jakobskirche im pfälzischen Herxheim am Berg, der die umstrittene "Hitler-Glocke" beherbergt, ist geklärt. Der Turm gehöre der protestantischen Kirchengemeinde, teilte die Evangelische Kirche der Pfalz am Donnerstag in Speyer mit. Die Evangelische Kirche schlägt nun vor, die Glocke von 1934 der Gemeinde zu schenken und sie durch eine neue Glocke gleicher Qualität und gleichen Klanges zu ersetzen. Die "Hitler-Glocke" gehört der Gemeinde. Sie ist mit einem Hakenkreuz versehen und trägt laut Kirche den Spruch "Alles für‘s Vaterland. Adolf Hitler".

Bisher war nicht endgültig geklärt, ob der Turm der Kirchengemeinde oder der Gemeinde Herxheim am Berg gehört. Die "Hitler-Glocke" hatte bundesweit für Aufregung gesorgt. Der Gemeinderat hatte im März entschieden, dass die Glocke weiter im Kirchturm hängen soll. Der Kirchenvorstand hatte bereits im Herbst 2017 beschlossen: Die Glocke bleibt stumm. Die Spitze der Evangelischen Kirche der Pfalz empfahl, sie abzuhängen und durch eine neue Glocke zu ersetzen. Diese Empfehlung gelte weiter, erklärte Oberkirchenrat Dieter Lutz. Er verwies darauf, dass die Kirchenverfassung jeder Form von Judenfeindschaft entgegentrete.

Der Herxheimer Ortsbürgermeister Georg Welker (parteilos) verwies auf die Entscheidung vom März. "Das haben wir ja beschlossen, dass die Glocke weiter hängen soll", sagte er auf Anfrage. Sie solle als "Stachel" zum Nachdenken anregen. Dazu habe es bereits zwei gut besuchte Veranstaltungen gegeben. Der Zeitung "Die Rheinpfalz" (Donnerstag) hatte Welker gesagt, Gemeinde und Kirche verwalteten den Kirchturm nach einem Vertrag von 1983 gemeinsam. Obwohl der Kirchturm der Kirche gehöre, könne die Kirche nicht bestimmen, die Glocke abzuhängen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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