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"Dystopia": Kunstausstellung zum 200. Marx-Geburtstag

Ausstellungen  

"Dystopia": Kunstausstellung zum 200. Marx-Geburtstag

04.05.2018, 14:59 Uhr | dpa

Unter dem Titel "Dystopia" setzen sich zwölf Künstler in der Kunstsammlung Jena kritisch mit dem heutigen Zustand der Gesellschaft auseinander. Anlass für die Ausstellung ist der 200. Geburtstag von Karl Marx (1818-1883), der 1841 an der Jenaer Universität zum Doktor der Philosophie promovierte, wie Kurator Erik Stephan zur Eröffnung am Freitag sagte. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 werde wieder viel über Marx und seine Theorien gesprochen und darüber, dass das neoliberale Finanzkapital nicht der Weisheit letzter Schluss sei.

Utopie und Dystopie als ihr Gegenteil spiegelten sich in den Videos, Installationen, Zeichnungen und Fotografien wider, von denen etliche extra für Jena geschaffen wurden. Die Zürcher Video- und Installationskünstlerin Elodie Pong zeige Marx in ihrer Arbeit "After The Empire" mit Marilyn Monroe und Batman. İnci Eviner hinterfrage in zwei Videofilmen Europa, das aus dem Blickfeld der Türkei als eine Art Festung wahrgenommen werde, sagte Stephan.

Günter Reski nimmt in seinen Bildern die "Schweine-Zyklen" der Finanzwelt unter die Lupe und Christin Lahr macht Geschenke: Jeden Tag überweist sie einen Cent an das Bundesfinanzministerium zugleich mit 140 Zeichen aus dem "Kapital". Bis das gesamte Werk "überwiesen" ist, dauere es noch Jahre. Das Ministerium hat dann 32,88 Euro als Sondervermögen erhalten.

Die Schau läuft bis zum 12. August. Sie ist Teil einer Reihe der Stadt Jena um den Marx-Geburtstag am Samstag. Unter dem Motto "Von Gespenstern und geteilten Himmeln" debattieren etwa die Teilnehmer einer Tagung über Ideen einer gerechten Gesellschaft nach Marx.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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