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Sanierung soll Unterwelt von Burg Rheinfels wieder freigeben

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Sanierung soll Unterwelt von Burg Rheinfels wieder freigeben

06.05.2018, 10:48 Uhr | dpa

Sanierung soll Unterwelt von Burg Rheinfels wieder freigeben. Burg Rheinfels in St. Goar

Ein Blick auf die Burg Rheinfels in St. Goar. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv (Quelle: dpa)

Lust auf ein Gewirr von Burgentunneln? Eine Sanierung soll Teile der Unterwelt der riesigen Burgruine Rheinfels oberhalb von St. Goar wieder für Einzelbesucher zugänglich machen. Derzeit können sie zwar frei auf dem Burggelände herumlaufen, die Gänge aber nur noch bei einer Führung erleben. "Es bröckelt dort. Das lässt sich nicht mehr guten Gewissens überall freigeben", erklärt der Ingenieur Gaspare Marsala. Sein Kölner Büro ist für die Sanierung der Burg hoch über dem Rhein zuständig. Vor mehreren Jahren hat es dafür einen vorläufigen Bedarf von 15 Millionen Euro errechnet.

Der Stadtbürgermeister von St. Goar, Horst Vogt (CDU), sagt: "Bei der Rheinfels ist es wie beim Kölner Dom, es muss immer was saniert werden." 2018 liefen kleinere Arbeiten für 150 000 Euro - für die nächsten Jahre habe er eine Fördersumme von fünf bis sechs Millionen Euro beim Land Rheinland-Pfalz beantragt. Fernziel ist, die Burg als ein zentrales Schmuckstück bei der angestrebten Bundesgartenschau 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal zu präsentieren.

Ohne menschliches Eingreifen würde sich die Natur die Ruine zurückerobern. Wurzeln dringen in das Gemäuer ein und machen es brüchig. "Es gibt auch seltene Pflanzen unter Naturschutz auf den Mauerkronen. Die müssen bei Sanierungen speziell gelagert werden und weiterleben können", erläutert Vogt. Laut Marsala wurden 2017 bei einer Renovierung überwucherte und teils zugemauerte Schießscharten entdeckt und freigelegt. Es gebe keinen kompletten historischen Bauplan der riesigen Ruine - und damit so manche Überraschung.

Die im 13. Jahrhundert erbaute und Ende des 18. Jahrhunderts von französischen Revolutionstruppen gesprengte Festung ist auch als Ruine noch eine der größten Burgen am Mittelrhein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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