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Rennen oder falsche Entscheidung: Plädoyers im Raserprozess

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Rennen oder falsche Entscheidung: Plädoyers im Raserprozess

08.05.2018, 13:29 Uhr | dpa

Wann beginnt ein Autorennen? Um diese Frage drehten sich die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Nebenklage, die am Dienstag im Prozess um einen tödlichen Unfall in Rosenheim vorgetragen wurden. Der Staatsanwalt wirft den beiden Angeklagten vor, im November 2016 die Beschleunigungspotenziale ihrer Autos gemessen zu haben. Jeder der beiden Fahrer hätte bremsen und einen Frontalzusammenstoß verhindern können, erklärte er am Dienstag vor dem Amtsgericht. Bei dem Überholmanöver mit anschließendem Frontalzusammenstoß waren zwei junge Frauen in einem entgegenkommenden Auto gestorben.

Der Staatsanwalt forderte eine Freiheitsstrafe von jeweils drei Jahren. "Jedes Kräftemessen mit einem Pkw ist ein Rennen", erklärte ein Anwalt der Nebenklage, der eine der Opferfamilien vertritt. Dass die beiden Fahrer sich weder kannten noch verabredet hätten, sei dafür unerheblich.

Der Verteidiger des Unfallfahrers, eines 25-Jährigen aus Ulm, sprach hingegen von falschen Entscheidungen: Sein Mandat habe sich zweimal zum Überholen provozieren lassen sowie im richtigen Moment nicht auf die Bremse gedrückt, legte er dar und forderte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr - ausgesetzt zur Bewährung. "Mir tut es unendlich leid", wandte sich der Angeklagte an die Hinterbliebenen. Der Mitangeklagte schwieg. Der Mann aus Rosenheim soll damals sein Tempo nicht verringert und so das Einscheren des Überholenden behindert haben. Die Urteilsverkündung war für Dienstagnachmittag angesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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