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Kraftwerk Datteln 4: Uniper muss Millionenkosten stemmen

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Kraftwerk Datteln 4: Uniper muss Millionenkosten stemmen

08.05.2018, 07:48 Uhr | dpa

Kraftwerk Datteln 4: Uniper muss Millionenkosten stemmen. Uniper

Der Energiekonzern hat seine Quartalszahlen vorgelegt. Foto: Marius Becker/Archiv (Quelle: dpa)

Uniper muss bei seinem krisengeplagten Kraftwerk Datteln 4 einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Eine erste Schadensanalyse des im Bau befindlichen Kraftwerks habe ergeben, dass die Kesselwände komplett ausgetauscht werden müssten, teilte der Energieversorger am späten Montagabend mit. Damit verzögere sich die Inbetriebnahme weiter, mit der nun voraussichtlich im Sommer 2020 gerechnet wird. Zudem verursacht der Aufschub eine außerplanmäßige Abschreibung auf das Kraftwerk von rund 270 Millionen Euro.

Uniper muss zudem ein enttäuschendes erstes Quartal verkraften. Von Januar bis März sei das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) von 514 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 350 Millionen Euro gesunken, hieß es weiter. Indes hält das Unternehmen am Gewinnziel für 2018 fest.

Datteln 4 hat durch einen langen juristischen Kampf um Bau- und Betriebsgenehmigungen immer wieder Schlagzeilen gemacht. Das mehr als 1,2 Milliarden Euro teure Kraftwerk drohte nach einem gerichtlichen Baustopp 2009 gar zur Bauruine zu werden. Inzwischen hat Uniper die notwendigen Genehmigungen, doch jetzt sorgen Schäden an der Kesselanlage für Verzögerungen.

Uniper steht vor einem Wechsel des Großaktionärs. Der bisherige, der Energiekonzern Eon, hatte 2017 vereinbart, sein Aktienpaket an den finnischen Branchenkollegen Fortum zu verkaufen. Fortum hatte ein öffentliches Angebot abgegeben, das jedoch außer bei Eon nur auf wenig Resonanz stieß. Noch stehen einige Genehmigungen der Regulierungsbehörden aus, etwa in Russland.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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