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Flüchtlinge in Ellwangen: Vorwürfe gegen Polizei und Presse

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Flüchtlinge in Ellwangen: Vorwürfe gegen Polizei und Presse

09.05.2018, 18:38 Uhr | dpa

Flüchtlinge in Ellwangen: Vorwürfe gegen Polizei und Presse. Polizeieinsatz im Flüchtlingsheim

In der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) steht ein Polizeifahrzeug neben einem Zaun. Foto: Stefan Puchner (Quelle: dpa)

Eine Woche nach dem massiven Einsatz der Polizei in Ellwangen zur Abschiebung eines jungen Togoers haben Flüchtlinge Vorwürfe gegen die Polizei und die Medien erhoben. Die Begründung für den Einsatz von Hunderten Polizisten in der Nacht zum 3. Mai sei weitgehend konstruiert gewesen, erklärten mehrere ihrer Sprecher am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor den Toren der Landeserstaufnahmeeinrichtung (Lea) in Ellwangen.

So treffe nicht zu, dass am 30. April vier Polizisten von mehr als 150 gewalttätigen afrikanischen Flüchtlingen bedroht worden seien, als sie den 23-jährigen Mann aus dem westafrikanischen Staat Togo abführten. "Wir, die Geflüchteten aus Ellwangen, sind nicht gewalttätig", erklärte der Nigerianer Isaiah Ehrauyi, der sich als Sprecher der Flüchtlinge in der Lea bezeichnete. Die Polizisten hätten sich zurückgezogen und den Togoer in Handschellen zurückgelassen, als 30 bis 40 Flüchtlinge aus ihren Unterkünften nach draußen gingen. Die Beamten seien nicht bedroht worden.

Den Medien warfen Ehrauyi und andere Sprecher vor, Angaben der Polizei übernommen zu haben, "ohne die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren".

Derweil bleibt die Polizei bei ihrer Darstellung, dass der Einsatz am 30. April wegen massiven Widerstands von mehr als 150 Personen abgebrochen wurde. "Es gibt keinen Grund, unsere Schilderungen der Vorgänge zu ändern", sagte der Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Aalen, Bernhard Kohn. Nach der Pressekonferenz brachen etwa 100 Flüchtlinge und Sympathisanten zu einer friedlichen Demonstration durch Ellwangen auf.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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