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Bistum: Vorwürfe von Missbrauch in früherem Internat

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Bistum: Vorwürfe von Missbrauch in früherem Internat

11.05.2018, 13:49 Uhr | dpa

In einem früheren katholischen Internat in Gerolstein in der Eifel soll es Vorwürfen zufolge jahrelang Fälle von sexuellem Missbrauch und körperlichen Misshandlungen an Schülern gegeben haben. Das Bistum Trier bestätigte auf eine Anfrage des "Trierischen Volksfreunds" hin entsprechende Hinweise. Die mutmaßlichen Vorfälle im "Albertinum" liegen demnach Jahrzehnte zurück. Das Internat ist seit mehreren Jahren geschlossen. Wie viele Schüler insgesamt betroffen sein könnten, ist unklar.

Dem Bistum Trier zufolge ging es einerseits um den Vorwurf sexuellen Missbrauchs durch einen früheren Präfekten an einigen Internatsbewohnern zwischen 1965 bis Mitte der 1970er Jahre. Das habe ein anonymer Hinweis im Jahr 2010 ergeben. In den Jahren 2010 und 2012 habe das Bistum zudem Hinweise auf körperliche Misshandlungen erhalten - über die 2010 geschaltete Telefon-Hotline für Missbrauchsfälle sowie über Schreiben und Telefonate.

Beschuldigt werden ein ehemaliger Direktor und Priester, der 2007 verstorben ist, und ein früherer Präfekt, über dessen Verbleib das Bistum nach eigenen Angaben keine Informationen mehr hat.

Eine betroffene Person habe im Jahr 2011 eine Entschädigung erhalten, sagte Bistumssprecherin Judith Rupp der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. "Es gab nur diesen einen Antrag." Über die Höhe der Entschädigung machte das Bistum keine Angaben.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Trier sagte, falls es zu diesen Vorgängen Justizakten gegeben haben sollte, wären sie gemäß der Vorschriften zur Aufbewahrung zum Großteil bereits vernichtet.

Im Jahr 2010 war die katholische Kirche von einem Skandal um jahrzehntelangen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen erschüttert worden. Seitdem ist der Trierer Bischof Stephan Ackermann Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs und kümmert sich um die bundesweite Aufarbeitung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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