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Verlust von 10 000 Bäumen in München

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Verlust von 10 000 Bäumen in München

30.05.2018, 15:59 Uhr | dpa

Verlust von 10 000 Bäumen in München. Bäume in München

Ein Mann fährt in München mit einem Fahrrad durch einen Park. Foto: Sven Hoppe/Archiv (Quelle: dpa)

Naturschützer wollen mit Baumschutzsprechstunden zum Erhalt der "grüne Klimaanlage" in den Städten beitragen. "In Zeiten des Klimawandels mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwenig für die Bevölkerung", sagte Richard Mergner, Vorsitzender des Bundes Naturschutz in Bayern am Mittwoch. In vielen bayerischen Städten und Gemeinden schwinde die Zahl der Bäume dennoch rasant. In München seien von 2010 bis 2015 trotz Ersatzpflanzungen rund 10 000 Bäume verloren gegangen.

Das bayernweite Projekt "Neue Chancen für alte Bäume" solle das Bewusstsein für positive Wirkungen der Bäume besonders in Städten schärfen - gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels. Studien prognostizierten bis zum Ende des Jahrhunderts eine rapide Zunahme von Hitzetagen mit Temperaturen über 30 Grad und der Tropennächte, in denen es nicht unter 20 Grad abkühlt. "In Städten verschlechtert die hohe Wärmespeicherfähigkeit von Beton und Asphalt und der hohe Versiegelungsgrad die Situation zusätzlich und führt zu einer Stauung der Hitze", sagte Christian Hierneis von der BN-Kreisgruppe München.

Ein großer Laubbaum verdunste dagegen an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser und kühlt somit seine Umgebung ab. Außerdem spendeten Bäume Schatten. Umso dramatischer sei der Verlust von Bäumen in Städten unter anderem wegen Bauvorhaben. Zum Schutz der Bäume hätten nur rund 100 von gut 2000 Kommunen eine Baumschutzverordnung erlassen. Bürger erhalten nun bei der Sprechstunde Auskunft zu Sicherheit, Baumschutz auf Baustellen oder bei Streit mit Nachbarn.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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