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Herrmann: Ankerzentren ändern Aufnahmekapazitäten nicht

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Herrmann: Ankerzentren ändern Aufnahmekapazitäten nicht

11.06.2018, 16:29 Uhr | dpa

Herrmann: Ankerzentren ändern Aufnahmekapazitäten nicht. Joachim Herrmann (CSU)

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Foto: Lino Mirgeler/Archiv (Quelle: dpa)

Nach den Worten von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird die Umwandlung von Flüchtlingsunterkünften zu Ankerzentren keine Erhöhung der Aufnahmekapazitäten zur Folge haben. So werde es bei der Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf, die auch Ankerzentrum werden soll, bei einer maximalen Kapazität von 500 - und mit den Außenstellen bei 1700 - Flüchtlingen bleiben, sagte Herrmann am Montag in Zirndorf. In Bamberg bleibe es bei einer Kapazität von maximal 1500 Flüchtlingen.

Auch an anderen Standorten, die als Ankerzentren vorgesehen seien, wie Deggendorf und Donauwörth, ändere sich nichts. Vor allem Anwohner der geplanten Ankerzentren für neu eingereiste Flüchtlinge hatten eine Ausweitung der Kapazitäten befürchtet. Herrmann rechnet damit, dass die Ankerzentren im August ihren Betrieb aufnehmen können.

Herrmann zufolge soll die Verteilung der Flüchtlinge in Zukunft nicht mehr "nach guter und schlechter Bleibeperspektive" alleine erfolgen. "Wir wollen, dass in allen Einrichtungen eine gewisse Durchmischung da ist", sagte Herrmann nach einem Rundgang durch die Zirndorfer Erstaufnahmeeinrichtung. Das Konzept, dass beispielsweise in Bamberg und Manching nur Leute aus sicheren Herkunftsländern und damit mit schlechterer Bleibeperspektive untergebracht sind, werde so nicht aufrechterhalten werden. 

Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel (SPD) sagte, es hätten bereits Gerüchte in der Bevölkerung "gewabert", wonach im künftigen Zirndorfer Ankerzentrum womöglich nur noch Ausreisepflichtige ohne Perspektive untergebracht würden und damit die Neigung zu Kriminalität steige. Der Fürther Landrat Matthias Dießl (CSU) hatte Herrmann deshalb nach Zirndorf eingeladen. Er sei froh, dass eine Durchmischung von Flüchtlingen mit und ohne Bleibeperspektive geplant sei, sagte Dießl. 

Mittelfranken könnte nach dpa-Informationen zudem Modellregion für die Einführung von ausschließlich Sachleistungen für Flüchtlinge werden. Mittelfrankens Regierungspräsident Thomas Bauer sagte, er habe dieses Gerücht auch schon gehört. Sei dies der Fall, müssten zuvor aber noch viele Gespräche geführt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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