Sie sind hier: Home > Regional >

Chronisch kranke Kinder auf dem Land mehr vor Ort versorgen

Gesundheit  

Chronisch kranke Kinder auf dem Land mehr vor Ort versorgen

20.06.2018, 08:39 Uhr | dpa

Chronisch kranke Kinder auf dem Land mehr vor Ort versorgen. Harry Glawe

Harry Glawe (CDU), Gesundheits- und Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Chronisch kranke Kinder sollen nach dem Willen von Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) künftig häufiger in der Nähe ihres Wohnortes versorgt werden. Betroffene auf dem Land müssten oft weite Wege zum Spezialisten zurücklegen, der in der Regel an einer großen Klinik arbeite, sagte Glawe der Deutschen Presse-Agentur. Er forderte neue Möglichkeiten: Kinderärzte mit Zusatzqualifizierung, etwa in Diabetologie oder Rheumatologie, müssten unkomplizierter als bisher die Chance bekommen, chronisch kranke Kinder vor Ort zu betreuen. Bei der am Mittwoch beginnenden Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf legt Glawe dazu einen Antrag vor.

Nach Angaben des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland haben heute jedes sechste Kind und jeder vierte Jugendliche, die in einer Kinderarztpraxis behandelt werden, eine chronische Grunderkrankung. In Zukunft rechnen die Mediziner mit noch mehr Betroffenen. Ursachen dafür seien unter anderem die Folgen von Übergewicht, mehr Autoimmunerkrankungen und auch mehr Verhaltensauffälligkeiten.

"Wir sehen mit Sorge, dass die Zukunft der Kindermedizin insbesondere in strukturschwächeren und ländlichen Räumen vor großen Herausforderungen steht", sagte Glawe weiter. Diese Situation gebe es nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern. Kinder- und jugendmedizinische Zentren an Krankenhäusern müssten deshalb mehr Möglichkeiten für die ambulante Behandlung bekommen. "Wir haben aufgrund der demografischen Situation gerade bei uns in Mecklenburg-Vorpommern das Problem, Fachkräfte zu finden", sagte Glawe. Das gelinge noch am besten an spezialisierten Zentren, die an größere Kinderkliniken angebunden sind.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal