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Denkmalschutz sorgt sich um Frankfurter Wasserhäuschen

Gesellschaft  

Denkmalschutz sorgt sich um Frankfurter Wasserhäuschen

24.06.2018, 09:58 Uhr | dpa

Denkmalschutz sorgt sich um Frankfurter Wasserhäuschen. Frankfurter "Wasserhäuschen"

Das "Cafe Fein" in der Frankfurter Innenstadt ist in einem ehemaligen Wasserhäuschen untergebracht. Foto: Boris Roessler (Quelle: dpa)

Frankfurts berühmte Wasserhäuschen sind vom Aussterben bedroht - durch Abriss oder Zweckentfremdung. Die Frankfurter Denkmalpflege will jetzt eine Bestandsaufnahme der traditionsreichen Trinkhallen machen, in denen neben Alkohol und Zigaretten früher auch Dinge des täglichen Bedarfs wie Milch oder Apfelsinen verkauft wurden.

"Wir sind dran", sagt die Leiterin des Denkmalamts, Andrea Hampel, zur geplanten Liste. Allerdings sei ein Katalog mit Kriterien für die sehr unterschiedlichen Kioske schwierig. Mit ihrer teils bemerkenswerten Rund-Architektur stehen die Trinkhallen oft frei in Parks - oder sind zwischen Häuserfassaden eingelassen.

Volle Unterstützung kommt vom Landesamt für Denkmalschutz in Wiesbaden. Es gehe um ein "Frankfurter Kulturgut", das gepflegt und erhalten werden müsse, sagt dessen Präsident Markus Harzenetter. "Oft genügt eine geringfügige Änderung des Angebotes oder eine Ergänzung durch einen Biergarten, um dem Ort neuen Charme zu verleihen."

Die Denkmalschützer schätzen die Zahl der verbliebenen Häuschen in der Stadt auf rund 300. Schutzwürdig könnten nach Ansicht Hampels "prägende" Kioske etwa in Parks sein - oder das erste Jöst-Häuschen im Frankfurt Ostend. Der Firma Jöst gehörten einst die meisten Frankfurter Trinkhallen. Sie entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1971 wurden sie von der Henninger-Brauerei übernommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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