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Linke will Saisonarbeitskräften Brücke in Dauerjobs bauen

Landtag  

Linke will Saisonarbeitskräften Brücke in Dauerjobs bauen

25.06.2018, 16:19 Uhr | dpa

Die Linke sieht weiteren Hilfebedarf für Gaststätten und Hotels in Mecklenburg-Vorpommern, damit diese ihr Personal auch außerhalb der Saison halten können. Nach dem Ende des Modellprojekts "Saisonzuschuss", bei dem 15 Betriebe des Gastgewerbes im Land Lohnkostenzuschüsse von 40 Prozent erhalten hätten, solle ab 2019 ein gleichlautendes Landesprogramm aufgelegt werden, heißt es in einem Antrag der Oppositionsfraktion, der dem Landtag zur Sitzung in dieser Woche vorliegt. Neben dem ohnehin geringen Lohnniveau sorge die vielfach nur befristete Einstellung dafür, dass in der für das Land so wichtigen Branche immer häufiger Stellen unbesetzt blieben, begründete Fraktionschefin Simone Oldenburg am Montag den Antrag.

Etwa 10 000 Beschäftigte in Hotellerie und Gastronomie von Mecklenburg-Vorpommern seien nur saisonal angestellt und müssten vielfach mit geringen Löhnen auskommen. "Selbst ein fest angestellter Koch verdient im Nordosten 500 Euro weniger als etwa in Bayern. Dann muss man sich nicht wundern, dass er seine Suppe lieber in Bayern kocht", sagte Oldenburg und machte damit deutlich, dass sie auch die Branche selbst in der Pflicht sieht, mit höheren Löhnen ihre Attraktivität für Arbeitnehmer zu verbessern. Von dem Saisonzuschuss für im Winter nicht benötigte Mitarbeiter sollten daher auch nur Unternehmen profitieren, die ihren Angestellten Tariflöhne zahlen.

Die Linke sieht Bedarf für zunächst etwa 2000 Beschäftigte und rechnet mit Kosten von etwa 6,5 Millionen Euro. "Das gibt der Haushalt auch ohne Nachtrag her", sagte Oldenburg. Mit dem auf maximal fünf Jahre befristeten Zuschuss verbinde ihre Fraktion die Erwartung, dass die Unternehmen ihre saisonverlängernden Angebote erweitern, mehr Gäste gewinnen und so ihre Mitarbeiter auch ohne staatliche Hilfen halten können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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