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Bruder von Sophia L. will sich gegen Hassmails wehren

Kriminalität  

Bruder von Sophia L. will sich gegen Hassmails wehren

26.06.2018, 16:09 Uhr | dpa

Seit fast zwei Wochen erhält die Familie der vermissten Studentin Sophia L. Hassmails und Morddrohungen. Nun will sich die Familie der 28-Jährigen gegen die wüsten Beschimpfungen und Drohungen wehren. Am Anfang habe er die Mails und Kommentare alle noch gelöscht, aber mittlerweile sammele er diese Posts und Briefe, sagte Sophias Bruder, Andreas L., dem Berliner "Tagesspiegel" (Mittwoch). Später solle geprüft werden, ob sie juristisch verfolgt werden könnten. "Das muss man dann entscheiden, ob wir dann noch die Kraft dafür haben", sagte der 51-Jährige dazu am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die verbalen Angriffe im Internet und per Post seien in aller Regel fremdenfeindlich. Das gehe von "Judensau" über "sie hat nichts Besseres verdient" bis hin zu "hoffentlich wirst du auch noch weggemessert". Die Familie hatte vor fast einer Woche auf die Anfeindungen mit einem Brief an die Medien reagiert. Darin schrieb der Bruder unter anderem, dass die Nationalität eines möglichen Täters nichts mit seinen Taten zu tun habe. "Sophia würde unter keinen Umständen wollen, dass auf ihre Kosten rassistische Hetze betrieben wird."

Seine Schwester war am 14. Juni Leipzig in einen Lastwagen mit marokkanischer Zulassung gestiegen, um nach Nürnberg zu trampen - kam dort aber nie an. Eine Woche später wurde in Nordspanien eine weibliche Leiche gefunden. Ermittler vermuten, dass es sich dabei um die sterblichen Überreste der gebürtigen Oberpfälzerin handelt. Eine Bestätigung stand am Dienstagnachmittag noch aus. Der 41 Jahre alte Fahrer des Lastwagens gilt als dringend tatverdächtig, er wurde zwei Tage vor dem Leichenfund festgenommen. Die Bayreuther Ermittler gehen davon aus, dass die Frau in Oberfranken getötet wurde.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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