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Opfer gefesselt und entmannt: Mann gesteht tödlichen Angriff

Kriminalität  

Opfer gefesselt und entmannt: Mann gesteht tödlichen Angriff

27.06.2018, 17:28 Uhr | dpa

Opfer gefesselt und entmannt: Mann gesteht tödlichen Angriff. Statue der Justitia

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Er soll seinen Mitbewohner in einer Asylbewerberunterkunft geschlagen, gefesselt und entmannt haben: Zu Beginn eines Mordprozesses vor dem Landgericht in Landshut hat der Beschuldigte ein Teilgeständnis abgelegt. Zum Tatzeitpunkt im September 2017 habe er das Opfer aber nicht töten wollen, beteuerte der 48-Jährige aus Kasachstan am Mittwoch. Er habe sich rächen wollen, weil er von dem Mann zuvor mehrfach vergewaltigt worden sei. Das Opfer starb den Ermittlungen zufolge an Blutverlust sowie an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma.

Laut Staatsanwaltschaft leidet der 48-Jährige an einer "Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis". Der Mann war bis zum Prozessauftakt in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. In der Verhandlung sollte geklärt werden, ob er zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war und langfristig in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird.

Der Angeklagte leide unter einer anhaltenden, wahnhaften Störung, sagte ein Sachverständiger dazu vor Gericht. Der 48-Jährige werde von Wahnerinnerungen dominiert, die auch heute noch immer auftreten. Er sprach sich deshalb für eine Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus aus. Die Frage, ob der Angeklagte in der Vergangenheit tatsächlich vergewaltigt worden war, musste der Sachverständige offen lassen. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, sagte er dazu. Auch die Ermittlungen der Kriminalpolizei hatten keine Hinweise darauf ergeben.

Am Morgen des 23. September 2017 war der Mann nach eigenen Angaben in sein Zimmer in der Unterkunft in Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn) gekommen, um zu duschen. Sein Mitbewohner habe ihn zum Sex aufgefordert und dabei gelächelt - daraufhin sei er wütend geworden. Zunächst habe er mit einem Pflasterstein auf den Kopf des Mitbewohners eingeschlagen, ihn dann gefesselt und den Penis des Mannes mit einem Messer abgetrennt.

Der Prozess wird am Mittwoch (9.00 Uhr) fortgesetzt. Es werden Plädoyers und Urteil erwartet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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