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Tödlicher Angriff in der Osternacht: Freisprüche gefordert

Kriminalität  

Tödlicher Angriff in der Osternacht: Freisprüche gefordert

27.06.2018, 17:48 Uhr | dpa

Tödlicher Angriff in der Osternacht: Freisprüche gefordert. Landgericht Flensburg

Das Gebäude des Land- und Amtsgerichts Flensburg. Foto: Carsten Rehder/Archiv (Quelle: dpa)

Im Prozess um tödliche Messerstiche in der Nacht zum Ostersonntag 2017 in Flensburg haben die Verteidiger der beiden Angeklagten am Mittwoch Freisprüche für ihre Mandanten gefordert. Zwei zur Tatzeit 20-jährige Männer müssen sich vor dem Landgericht Flensburg verantworten, weil sie einen gleichaltrigen Mann aus dem Haus geklingelt und an der Haustür getötet haben sollen.

Der Angeklagte I. soll dem 20-Jährigen laut Anklage zwei Stiche in den Bauch versetzt haben, um ihn zu töten. Der Angeklagte R. soll von diesen Absichten gewusst und sich mit ihnen abgefunden haben. Der Tat sollen zufällige Begegnungen der drei Männer mit eigentlich belanglosen Zwistigkeiten vorausgegangen sein.

Die Verteidiger des Angeklagten I. führten nach Angaben des Gerichtssprechers aus, dass es nach der Beweisaufnahme nicht zweifelsfrei möglich war, die Täterschaft eines der beiden Angeklagten nachzuweisen. Deshalb seien beide freizusprechen. Der Verteidiger des Angeklagten R. erklärte, R. selbst habe die tödlichen Stiche nicht geführt und die Dimensionen der unmittelbar durch I. begangenen Tat nicht geahnt. Er sei daher freizusprechen.

Die Staatsanwaltschaft hatte Ende Mai für I. eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren wegen Mordes gefordert. R. sei die Tat als Mittäter zuzurechnen, weshalb er wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren zu verurteilen sei.

Der Prozess, der vor rund einem dreiviertel Jahr begonnen hat, ist überwiegend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt worden. Auch die Plädoyers waren nicht öffentlich. Das Urteil soll am 6. Juli in öffentlicher Sitzung verkündet werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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