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Bistum hat mit Schiffsbeteiligungen Millionensumme verloren

Eichstätt  

Bistum hat mit Schiffsbeteiligungen Millionensumme verloren

29.06.2018, 13:53 Uhr | dpa

Bistum hat mit Schiffsbeteiligungen Millionensumme verloren. Schild mit der Aufschrift "Bischöfliches Ordinariat"

Bischöfliches Ordinariat steht auf einem Schild der Diözese Eichstätt. Foto: Armin Weigel/Archiv (Quelle: dpa)

Das Bistum Eichstätt hat nicht nur mit dubiosen US-Immobiliengeschäften Millionen verloren, sondern auch mit Schiffsbeteiligungen. Der frühere Finanzdirektor des katholischen Bistums investierte 2012 fünf Millionen Euro, die mittlerweile komplett abgeschrieben wurden, in den "Ankauf notleidender Schiffe". Es sei also ein Schaden von fünf Millionen Euro entstanden, erklärte eine Sprecherin des Ordinariats in Eichstätt am Freitag. Zuvor hatten der "Donaukurier" und die "Augsburger Allgemeine" darüber berichtet.

Die oberbayerische Diözese ist seit Monaten wegen eines Finanzskandals um Immobiliengeschäfte in den USA in den Schlagzeilen. Dort ist noch offen, wie viel der noch ausstehenden 54 Millionen US-Dollar (knapp 47 Millionen Euro) zurückbezahlt wird. In dem am Mittwoch erstmals veröffentlichten Vermögensbericht ging die Kirche von einem Totalverlust des investierten Geldes aus; auf jeden Fall wird mit einem Schaden in zweistelliger Millionenhöhe gerechnet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deswegen gegen einen Berater und einen Ex-Diözesanmitarbeiter.

Das Schiffsinvestment sei nun "Gegenstand der internen Untersuchungen der von uns eingeschalteten Rechtsanwälte", heißt es in der Stellungnahme des Bistums. Dabei solle die Verantwortung des Ex-Finanzchefs des Bistums geprüft werden. Laut der Bilanz 2017 hatte das Bistum zuletzt rund 344 Millionen Euro in Wertpapiere oder andere Finanzanlagen investiert.

Schiffsbeteiligungen galten früher als beliebte Anlageform mit hohen Renditen, doch vor etwa zehn Jahren kam dieses Investment in Folge der weltweiten Finanzkrise in die Kritik. Viele Anleger haben damit viel Geld verloren, Banken trennten sich mit Verlust von problematischen Darlehen. Risikobereite Investoren übernahmen dann mitunter diese faulen Kredite günstig, um dadurch einen Profit zu erzielen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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