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Bauernpräsidenten beurteilen Tierwohl-Label skeptisch

Osnabrück  

Bauernpräsidenten beurteilen Tierwohl-Label skeptisch

09.07.2018, 10:32 Uhr | dpa

Bauernpräsidenten beurteilen Tierwohl-Label skeptisch. Albert Schulte to Brinke

Der niedersächsische Bauernpräsident Albert Schulte to Brinke ist zu sehen. Foto: Peter Steffen/Archiv (Quelle: dpa)

Norddeutschlands Bauernpräsidenten halten wenig von dem geplanten staatlichen Tierwohl-Label. Die Herkunftskennzeichnung des Fleisches sei dem Verbraucher wichtig, sagte der niedersächsische Bauernpräsident Albert Schulte to Brinke der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). "Aber so eine Herkunftskennzeichnung spielt für das Ministerium offenbar keine Rolle." Sein schleswig-holsteinischer Kollege Werner Schwarz verwies in dem Gespräch mit der Zeitung auf bisherige Versuche, freiwillige Kennzeichnungen besserer Haltungsbedingungen zu etablieren: "Nichts hat sich durchgesetzt."

Das Bundesagrarministerium arbeitet derzeit an einem freiwilligen Label, das bessere Haltungsbedingungen auf Fleischpackungen kennzeichnen soll. Dieses soll nach den Plänen von Ministerin Julia Klöckner (CDU) drei Stufen bekommen. Welche Auflagen die Bauern für die verschiedenen Einstufungen einhalten müssen, war zunächst unklar. Klöckner strebt an, dass das Label bis 2020/2021 in die Supermärkte kommt. Im Handel sind bereits einige Kennzeichnungen gestartet worden, auch der Bauernverband hat eigene Vorschläge gemacht.

Schwarz beklagte, dass das Ministerium warnende Worte aus der Landwirtschaft nicht ernst nehme: "Wir haben in vielen Gesprächen auf die Gefahr des Scheiterns hingewiesen. Aber dort scheint man andere Anforderungen zu haben, als wir es für erfolgversprechend halten."

Gleichzeitig machten Schwarz und Schulte to Brinke laut Zeitung klar, dass die Bauern im Norden keine Tierquäler in ihren Reihen duldeten. "Wer gegen Gesetze verstößt, der hat bei uns nichts zu suchen, der schadet letztlich nämlich dem Ansehen aller", erklärte Schwarz. Schulte to Brinke sagte: "Für Tierquäler ist kein Platz bei uns."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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