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Diakonie fordert mehr Geld für Häftlings-Hilfe

Nürnberg  

Diakonie fordert mehr Geld für Häftlings-Hilfe

09.07.2018, 13:20 Uhr | dpa

Um Häftlinge in ihren letzten Monaten im Gefängnis und nach der Entlassung besser unterstützen zu können, hat die Diakonie mehr Geld von der Staatsregierung gefordert. Eine gelingende Wiedereingliederung in die Gesellschaft verhindere am besten, dass die Menschen rückfällig werden. Die überwiegende Zahl der Rückfalltaten ereigne sich innerhalb der ersten drei Jahre nach der Entlassung, die Hälfte sogar innerhalb des ersten Jahres, teilte die Diakonie am Montag in Nürnberg mit.

Beim sogenannten Übergangsmanagement wird den Straffälligen geholfen, eine Arbeit und eine Wohnung zu finden und wieder ein geregeltes Leben zu führen. Dies beginnt schon vor der Entlassung.

"Wir brauchen eine auskömmliche Finanzierung der Angebote im Übergangsmanagement, der Schuldner- und Suchtberatung in der JVA (Justizvollzugsanstalt) sowie ausreichende Personalkapazitäten beim Sozialdienst im Justizvollzug", sagte Diakonie-Präsident Michael Bammessel. In der freien Straffälligenhilfe gebe es jedoch "große Finanzierungsunsicherheiten" und einen hohen Eigenmitteleinsatz der Träger wie der Diakonie, dem Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche.

Justizminister Winfried Bausback (CSU) sagte, ein gelingendes Übergangsmanagement sei "mindestens die halbe Miete für ein straffreies Leben nach der Haft". Der Freistaat habe dafür 2017 und 2018 insgesamt 2,2 Millionen Euro ausgegeben. Mehr als 1,7 Millionen Euro davon seien an die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege gezahlt worden. Und man werde hier "auch künftig nicht nachlassen".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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