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Landvolk fordert Verschiebung von Ferkel-Kastrationsverbot

Hannover  

Landvolk fordert Verschiebung von Ferkel-Kastrationsverbot

09.07.2018, 17:17 Uhr | dpa

Landvolk fordert Verschiebung von Ferkel-Kastrationsverbot. Ferkel stehen in einer Box

Ferkel stehen in einer Box einer Schweinezuchtanlage. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Das Landvolk fordert einen Aufschub des Verbotes der betäubungslosen Kastration von Ferkeln. "Eine zeitnahe und schnell umsetzbare Lösung ist hierzulande nicht in Sicht, so dass eine Verschiebung des Kastrationsverbotes aus Sicht des Landvolks unausweichlich ist", schrieb Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke laut Mitteilung von Montag in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten. Es gebe nach wie vor keine Einigung, welches Verfahren an die Stelle des vom 1. Januar 2019 an verbotenen Kastrierens von Ferkeln rücken solle, führte Schulte to Brinke an.

Ferkel werden kastriert, um den von vielen Verbrauchern als störend empfundenen Ebergeruch beim Erhitzen des Fleisches auszuschließen. Tierschützer sind gegen die Kastration, halten aber eine Impfung gegen den Ebergeruch für zulässig. Das Landvolk argumentiert dagegen, dass das mit Blick auf Tierschutz, Fleischqualität und Verbraucherakzeptanz viele Nachteile bringe und vom Lebensmitteleinzelhandel nicht akzeptiert werde.

Auf den von der Fleischbranche vorgeschlagenen sogenannten dänischen Weg, bei dem die Landwirte bei der Kastration lokal betäuben, konnten sich die Agrarminister bei ihrer Konferenz im Frühjahr nicht einigen. Auch dieses Verfahren wird von Tierschützern und vielen Tierärzten abgelehnt.

Die anstehenden Verschärfungen bei der Haltung von Sauen haben dem Landvolk zufolge gravierende Folgen für die Landwirte. Auf die deutschen Ferkelerzeuger kämen Investitionen in Höhe von zwei bis drei Milliarden Euro zu. Für kleinere und mittlere Betriebe bedeute das das Aus. Notwendig sei ein Sonderinvestitionsprogramm, sonst werde der Import von Ferkeln, die nicht nach deutschen Vorschriften und Vorstellungen gehalten werden, zunehmen, hieß es.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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