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Verband fordert deutlich bessere Bezahlung für Tagesmütter

Stuttgart  

Verband fordert deutlich bessere Bezahlung für Tagesmütter

13.07.2018, 12:44 Uhr | dpa

Verband fordert deutlich bessere Bezahlung für Tagesmütter. Eine Tagesmutter hebt ein Kind hoch

Eine Tagesmutter hebt ein Kind hoch. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv (Quelle: dpa)

Der Landesverband Kindertagespflege fordert eine deutlich bessere Bezahlung für die rund 7000 selbstständigen Tagesmütter zur Kinderbetreuung im Land. Die Vorsitzende Christina Metke nannte am Freitag in Stuttgart einen Betrag von 9,49 Euro pro Stunde und Kind als wünschenswerte Zielmarke. Sie stützte sich dabei auf die Ergebnisse einer repräsentativen Studie unter mehr als 200 Tagesmüttern aus elf baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen.

Kindertagesmütter helfen den Kommunen, den seit August 2013 bestehenden Rechtsanspruch auf eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren zu erfüllen. Sie arbeiten in der Regel selbstständig. Daher fallen sie nicht formal unter den gesetzlichen Mindestlohn. Bezahlt werden sie von den Kommunen, an die die Eltern wiederum ihre Beiträge zur Kinderbetreuung zahlen. Die kommunalen Spitzenverbände empfehlen, Tagesmüttern ein Stundensatz von 5,50 Euro für Kinder unter drei Jahren und von 4,50 Euro für ältere Kinder zu geben.

Unterm Strich verdienten die Tagesmütter und -väter im Südwesten aber durchschnittlich nur 4,08 Euro pro Stunde, wie Philipp Liedl von der Steinbeis Angewandte Systemanalyse GmbH sagte, die die Studie erstellte. Dabei wurden unter anderem die tatsächlichen Arbeitszeiten einschließlich Überstunden sowie Kosten für die soziale Absicherung berücksichtigt, für die Selbstständige im Gegensatz zu Angestellten selbst aufkommen müssen. Nicht eingerechnet hat die Studie, dass viele Kommunen von den Empfehlungen abweichen und den Tagesmüttern freiwillig mehr Geld für die Betreuung der Kinder zahlen.

Der Landesverband Kindertagespflege ist der Dach- und Fachverband der Kindertagespflege im Südwesten. Darin sind 50 Mitgliedsorganisationen und zehn Kooperationspartner zusammengeschlossen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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