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Hohe Feldbrandgefahr bei Erntearbeiten: "Ein Funke reicht"

Oldenburg  

Hohe Feldbrandgefahr bei Erntearbeiten: "Ein Funke reicht"

22.07.2018, 15:22 Uhr | dpa

Hohe Feldbrandgefahr bei Erntearbeiten: "Ein Funke reicht". Flächenbrand in der Wedemark

Ein Landwirt unterstützt bei einem Flächenbrand in der Wedemark die Löscharbeiten auf einem Getreidefeld. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv (Quelle: dpa)

Die lange Trockenheit und anhaltende Hitze trüben nicht nur die Ernteaussichten bei den Bauern, sondern sie erhöhen auch die Brandgefahr auf den Feldern. Das Risiko könne bei der Sommergetreide-Ernte in den nächsten zwei Wochen sehr hoch sein, sagte Kai-Hendrik Howind von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Seit Wochen sei vielmehr Wasser verdunstet als durch Regen niedergegangen sei: "Wir haben ein Niederschlags-Defizit von etwa 200 Litern pro Quadratmeter, in einigen Regionen sind es auch 300 Liter. Boden und Vegetation sind völlig ausgetrocknet." Wie bereits in den vergangenen Wochen gab es auch am Wochenende Flächenbrände.

Bei den Erntearbeiten mit großen Maschinen komme es auf dem Feld oft vor, dass etwa ein Schneidemesser auf einen Stein treffe und so Funkenschlag entstehe. Auch sei das Maschinenöl sehr heiß und die Staubentwicklung hoch. All dies erhöhe das Brandrisiko. "Ein Funke kann genügen, damit sich ein Feuer entwickelt." Wie bei Waldbränden könnten auch Glasscherben durch die Sonnenreflexion zum Auslöser von Bränden werden. Einige Landwirte hätten sich vorbereitet und vorsichtshalber Wasser-Tankwagen an die Erntefelder gestellt.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnte diese Woche, dass bei den aktuellen Witterungsverhältnissen bereits eine fahrlässig weggeworfene, glimmende Zigarette genüge, um die Natur in Brand zu setzen. "Vegetationsbrände können sich rasend schnell ausbreiten und etwa Getreidefelder komplett vernichten", sagte Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Auch dem Feuerwehr-Flugdienst (FFD) des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, dessen eigentliche Aufgabe der Waldbrandschutz ist, fallen verstärkt Feldbrände auf. "Das sind nicht nur Stoppelfelder, sondern auch noch nicht abgeerntete Felder", sagte Rainer Pflugradt, der den Luftstützpunkt in Hildesheim leitet. "Durch die Trockenheit ist die Brandgefahr schon extrem hoch."

Am Wochenende meldete die Polizei verschiedene Flächenbrände. Im ostfriesischen Wiegboldsbur brannte am Sonnstagmorgen auf einer Länge von fast 17 Metern die Böschung neben einer Straße. Ein brennender Mähdrescher entzündete am Samstag Teile eines Feldes in der Wedemark bei Hannover.

In Bad Münder (Landkreis Hameln-Pyrmont) verursachte bereits am Freitag ein Feldbrand einen Schaden von rund 150 000 Euro. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz. Auslöser war laut Polizeiangaben von Samstag ein Brand eines Treckers.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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