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Protest mit Blumensamen: Quäker dringen in Büchel ein

Büchel  

Protest mit Blumensamen: Quäker dringen in Büchel ein

23.07.2018, 14:37 Uhr | dpa

Protest mit Blumensamen: Quäker dringen in Büchel ein. Zwei Aufklärungsflugzeuge rollen über den Fliegerhorst Büchel

Zwei Aufklärungsflugzeuge rollen über den Fliegerhorst Büchel. Foto: Harald Tittel/Archiv (Quelle: dpa)

Eine Gruppe von sieben Atomwaffengegnern ist am Montag auf den Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel eingedrungen. Sie durchschnitten nach Angaben der Bundeswehr den Kasernenzaun und gelangten in den Sicherheitsbereich. Sie wurden von Wachsoldaten festgenommen, überprüft und anschließend vom Gelände verwiesen. Gegen sie wurde eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr gestellt.

Die Teilnehmer der Protestaktion im Alter von 27 bis 78 Jahren gehörten nach eigenen Angaben zur Religionsgemeinschaft der Quäker sowie zur katholischen Organisation Pax Christi und dem Netzwerk Friedenssteuer. Auf dem Rollfeld hätten sie gesungen und mit Akkordeon und Flöte musiziert, außerdem Blumensamen gestreut und "die Startbahn für eine kurze Zeit in einen Ort des Lebens" verwandelt. "Das Üben mit Atomwaffen ist illegal, da es gegen Völkerrecht verstößt", erklärte eine der Teilnehmerinnen nach einer Mitteilung der Gruppe. Auf einem vor dem Haupttor des Stützpunkts gezeigten Transparent der Quäker hieß es: "Hier üben deutsche Soldaten auf Natobefehl, US-Atombomben ins Ziel zu fliegen und abzuwerfen."

Nach unbestätigten Informationen lagern in Büchel (Kreis Cochem-Zell) bis zu 20 US-Atomsprengköpfe - die mutmaßlich letzten in Deutschland. Im Frühjahr war eine Anwohnerin vor dem Bundesverfassungsgericht mit ihrer Beschwerde gegen die Stationierung von US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst gescheitert. Erst am 15. Juli war es 18 Aktivisten gelungen, den Zaun zu durschneiden und in den Sicherheitsbereich zu gelangen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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