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34 Jahre nach Mordfall: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Verden (Aller)  

34 Jahre nach Mordfall: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

24.07.2018, 12:37 Uhr | dpa

34 Jahre nach Mordfall: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage. Landgericht Verden

Das Landgericht Verden (Niedersachsen). Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv (Quelle: dpa)

In einem über drei Jahrzehnte zurückliegenden Mordfall in Nienburg hat die Staatsanwaltschaft Verden Anklage gegen einen inzwischen 54-Jährigen erhoben. Der zur Tatzeit im Juli 1984 20 Jahre alte Mann soll an der Weser in Nienburg einen passionierten Hobbyangler aus Habgier ausgeraubt und erschlagen haben.

Das 49-jährige Opfer erlitt damals tödliche Kopfverletzungen. Der Angeschuldigte befinde sich wegen einer anderen Straftat in Haft, wie die Staatsanwaltschaft Verden am Dienstag mitteilte. Zum Grund der Inhaftierung gab es keine Angaben. Wegen des Alters des Verdächtigen zur Tatzeit wurde die Anklage bei einer Jugendstrafkammer erhoben.

"Mord verjährt nicht", sagte Staatsanwalt Martin Schanz. Es sei ein üblicher Vorgang, dass auch jahrelang zurückliegende Fälle regelmäßig geprüft und zum Teil wegen neuer Erkenntnisse oder neuen technischen Ermittlungsmöglichkeiten neu bewertet würden. Der Fall wurde 2017 auch in der TV-Sendung "Aktenzeichen xy ... ungelöst" thematisiert. Auch wurden mehrere Zeugen in Kanada vernommen. Das Landgericht Verden muss nun über die Zulassung der Anklage und eine mögliche Verhandlung entscheiden.

Hintergrund des "Cold Case": Das Mordopfer Wilhelm R. begab sich am Abend des 03. Juli 1984 in Nienburg in Richtung des Weserwalls, um dort nach Würmern zu suchen. Der Leichnam des Anglers wurde am folgenden Morgen um 6.50 Uhr am Weserwall auf der rechten Weserseite in Höhe des Bürgermeister-Stahn-Walls an der Uferbefestigung gefunden. Ein Tatverdächtiger konnte lange nicht ermittelt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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