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Ritzungen auf einer Mammutrippe beschäftigen Experten

Blaubeuren  

Ritzungen auf einer Mammutrippe beschäftigen Experten

26.07.2018, 11:48 Uhr | dpa

Ritzungen auf einer mehr als 30 000 Jahre alten Rippe eines Mammuts geben Forschern der Universität Tübingen Rätsel auf. Zur Lösung könnten möglicherweise auch Ideen beitragen, die über Facebook gesammelt werden sollen, erklärten sie am Donnerstag bei der Präsentation der Rippe im Urgeschichtlichen Museum (urmu) in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis).

Der 44 Zentimeter lange Mammutknochen mit etlichen Markierungen wurde von einem Team unter Leitung von Professor Nicholas Conard in der Höhle "Hohle Fels" auf der Schwäbischen Alb entdeckt und für diese Grabungsstätte als "Fund des Jahres" eingestuft. Die Höhle war 2017 von der Unesco zusammen mit anderen Fundstätten von Eiszeit-Kunstgegenständen auf der Alb zum Weltkulturerbe erklärt worden. Die Rippe ermögliche neue Interpretationen zur Nutzung solcher Knochen durch die ersten modernen Menschen in der Altsteinzeit, erklärte Conard. Der Amerikaner leitet die Abteilung Ältere Urgeschichte und Quartärökologie der Universität Tübingen.

Belegt ist bislang die Nutzung von Mammutknochen als Werkzeug - etwa zum Walken von Leder - oder als Brennmaterial. Diese Rippe weist aber zwei Reihen von Markierungen auf, eine mit 83 und die andere mit 90 Strichen. An anderer Stelle gibt es 13 Einschnitte. "Wir vermuten stark, dass die Rippe als Informationsträger diente", sagte Conard. Möglicherweise sei etwas gezählt worden. "Aber es ist unbekannt, ob es hier um Jagdbeute, Menschen, Tage, Mondzyklen oder etwas anderes ging." Eine Art von Kalender sei zwar naheliegend, aber die Zahlen würden kein klares System ergeben. Die Mammutrippe wird bis Anfang Januar 2019 im urmu ausgestellt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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